DREI PUNKTE DURCH KRAFTAKT

VCO-Damen feiern ersten Saisonsieg mit einem 3:1 bei den TUSA City GirlsDüsseldorf

DÜSSELDORF. Tief durchatmen, ganz tief durchatmen – die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben am Sonntagnachmittag einen hart erkämpften und wichtigen 3:1 (26:28, 25:19,25:21, 28:26) Auswärtssieg bei den TUSA City Girls Düsseldorf eingefahren. Es war der erste Erfolg der Saison. Das Team um MVP Lisanne Masselink ließ sich von einem 0:1-Rückstand beim Schlusslicht nicht schocken und blieb bei sehr warmen Temperaturen in einer echten „Hallensauna“ im Krimi-Finale des vierten Satzes cool. Die Topstars in der Rheinmetropole waren an dem Tag sicher die Backstreet Boys mit ihrem Konzert gewesen, beide Volleyballteams hatten den Zuschauern nahezu zeitgleich aber ebenfalls spannende und kurzweilige Unterhaltung geboten.

Foto: Yannis Dreimann.

QUISTORF: „DER JOB WURDE GUT GEMACHT“

Die Osnabrückerinnen mussten sich mächtig in die Partie reinarbeiten, durften nach dem Matchball aber verdient jubeln. „Es fallen natürlich viele Steine vom Herzen. Ab dem zweiten Satz sind wir selbstbewusster geworden und haben mit unseren tollen Fans im Rücken die Stimmung in unser Spiel mitgenommen“, so Lea Koopmann, die zu den VCO-Aktivposten gezählt hatte. VCO-Trainer Philippe Quistorff strahlte ebenfalls. „Wir haben gut gespielt. Der Job wurde gut gemacht, wir haben die drei Punkte. Die Mädels waren konsequent und diszipliniert.“

VERLORENER ERSTER SATZ ALS ANSPORN

Die VCO-Damen brauchten eine Zeit, sich an die schwierigen Gegebenheiten und die stickigen Temperaturen in der Halle zu gewöhnen. Osnabrück arbeitete sich nach einem 2:5-Rückstand jedoch Schritt für Schritt in die Partie und führte zwischenzeitlich mit 13:11. Danach fehlte es aber an der notwendigen Energie, Düsseldorf kam zurück und holte sich dank einer insgesamt guten Feldabwehr beim 24:20 vier Satzbälle. Die und zwei weitere Satzbälle konnte Osnabrück unter anderem mit starken Aufschlägen von Lea Koopmann zunächst noch abwehren, der Satz ging schließlich mit 28:26 aber dann doch an die Gastgeberinnen, die von ihrer Libera Sophia Gruhn (MVP-Silber) sowie den Außenangreiferinnen Jana Ritter und Larissa Janssen getragen wurden.

Daraus hatten die VCO-Damen ihre Lehren allerdings gezogen und starteten mit deutlich mehr Körpersprache sowie einer 13:4-Führung klar überlegen in den zweiten Durchgang. Zwar wurde es am Ende des Satzes noch etwas enger, Merit Dresing brachte die Führung schließlich durch einen Block mit 25:19 zum wichtigen 1:1-Satzausgleich nach Hause. Osnabrück hatte sich in vielen Elementen wie Aufschlag und Block sichtbar gesteigert.

Satz drei blieb angesichts der Bedeutung danach erst einmal ausgeglichen, ehe das Pendel über 10:10 und 17:13 Richtung VCO-Team ausschlug, welches nun ein konstanteres Gesamtpaket lieferte. So ging der Durchgang trotz ein paar Wackler erneut mit 25:21 an die Gäste. Die 2:1-Satzführung war dank größerer Überzeugung und der immer besser werdenden Lisanne Masselink, Mailin Kreymborg und Lea Koopmann im Angriff verdient. Die Mittelblockerinnen Lisa Lammers und Charlotte Berelsmann sorgten für wichtige Punkte. Libera Julia Bartholomaeus war mit ihrer starken Annahme eine der Besten im VCO-Dress.

Abschnitt vier verlief daran anschließend bis zum Schluss äußerst emotional. Der VCO führte mit 24:22, was aber noch nicht das Ende bedeutete. Nach zwei abgewehrten Satzbällen in der Verlängerung war es letztendlich erst der dritte Matchball, der den gesamten VCO-Tross beim 28:26 befreit jubeln ließ – Partystimmung in der Fremde.

ERST POKALWOCHENENDE, DANN HEIMSPIEL GEGEN BONN

Ausruhen ist jetzt aber nicht, am kommenden Sonntag (11.10.) geht es zur NWVV-Pokal-Endrunde nach Oldenburg. Daran anschließend wartet auf die VCO-Damen am Samstag, 16. Oktober (19.30 Uhr) das nächste Zweitliga-Heimspiel gegen den Bonner SC. „Star des Abends“ dürfte der neue Volleyball-Einlegehallenboden sein, auf den der VC Osnabrück schon lange hinfiebert.

Foto: Yannis Dreimann.