Drei Legenden verabschieden sich von den VCO-Damen 1
OSNABRÜCK. Nach dem letzten Heimspiel gegen den SCU Emlichheim verabschiedete der VC Osnabrück drei höchst verdiente Spielerinnen des vergangenen Jahrzehnts. Linda Dieckmann, Lena Thiel und Rebecca Land sind mit dem Höhenflug der VCO-Damen bis hinauf in die 2. Liga fest verbunden. Viele großartige Erinnerungen werden von dem Trio bleiben, die Fans verteilten in der Schlosswallhalle zurecht Standing Ovations. Vielen Dank liebe Linda, liebe Lena und liebe Rebecca.



LINDA WILL ES WOANDERS NOCHMAL WISSEN
Linda Dieckmann (32) war die letzten 15 Jahren und auch davor beim SSC Dodesheide, bzw. OTB; das Gesicht der 1. Damen, jetzt trennen sich die Wege. Nach ihrer Schwangerschaft wird Dieckmann vermutlich nochmal anderswo angreifen. Gespräche über einen Platz in der 1. Damen als Zuspielerin nach ihrer einjährigen Babypause verliefen erfolglos – was durchaus überrascht nach all dem Engagement und dem bisherigem großen Wert fürs Team. Vielleicht gibt es ja noch ein Hintertürchen.
„Im Wesentlichen habe ich nach den Gesprächen mit den Coaches damit abgeschlossen. Ich hatte den klaren Wunsch, weiterzuspielen. Umso enttäuschender war natürlich die Mitteilung der Trainer“, macht Dieckmann aus ihrer riesigen Enttäuschung keine Mördergrube und denkt dennoch an die vielen schönen Momente ihrer letzten 20 Jahre beim VCO zurück, allen voran den Aufstieg in die Regionalliga 2017 und die Regionalligameisterschaften 2020 und 2024. „Es waren sehr viele Highlights die mein Leben geprägt haben, auch die Mannschaftsfahrten waren besondere Momente, an die ich mich sehr gerne zurückerinnere“, so das 32-jährige VCO-Urgestein. „Über die VCO-Oldies bin ich weiterhin mit vielen in Kontakt, da haben sich nach so vielen Jahren feste Freundschaften gebildet.“
In der kommenden Saison möchte Linda Dieckmann bei dem ein oder anderen Spiel als Zuschauerin vorbeischauen. Da kann man zum Glück sagen – niemals geht man so ganz. Vielen lieben Dank für alles, Linda!
LENA ZULETZT ALS ZUVERLÄSSIGER BACKUP
Lena Thiel (33) kam einst aus Werne zum VCO und arbeitete sich über die 2. Mannschaft in die VCO-Damen 1. Jetzt ist nach vielen Jahren Schluss, mit dem VC Osnabrück möchte die Zuspielerin, die diese Saison als Backup-Spielerin wichtige aufgaben verrichtete, dem VCO verbunden bleiben – möglicherweise als häufige Stream-Kommentatorin wie diese Zweitligasaison. „Ich hätte mir nicht mehr wünschen können, als einen Verein wie den VCO zu finden. Ich hatte damals gar nicht geplant, mit dem Volleyball wieder anzufangen als ich nach Osnabrück gezogen bin. Dann hat sich ein Zufall nach dem anderen ergeben und dann war ich irgendwann sogar in der 1. Damen“, blickt die 33-Jährige mit viel Freude zurück. „Zuletzt gegen Emlichheim war es nochmal ein toller Abend und ein großartiges Spiel mit einer gigantischen Atmosphäre. Wir haben die Halle in den letzten Jahren mehr und mehr gefüllt. Es ist ein riesiges Gefühl hier aufzulaufen – je mehr desto besser, je lauter umso besser. wenn man merkt, wie das ganze Publikum mitschwingt und uns unterstützt, das ist unbegreiflich schön“, denkt Thiel an viele tolle Stunden zurück. „Unsere Regionalligasaison 2019/20, die wir so ähnlich gespielt haben wie Emlichheim dieses Jahr, das werde ich nie vergessen, das war Wahnsinn, was wir da geleistet haben! Was für ein Teamgeist da gewesen ist – deshalb bin ich im Rückblick mehr als glücklich und mehr als zufrieden ein Teil dieser Zeit gewesen zu sein.“ Vielen lieben Dank, Lena sagt der VCO!
REBECCAS COMEBACK IM ZWEITLIGAJAHR
Rebecca Land hielt ebenfalls jahrelang, genauer gesagt 15 Jahre mit Studienunterbrechung und Babypause, die Knochen für den VC Osnabrück hin. Jetzt ist für die Diagonalangreiferin die Zeit reif fürs Kariereende, das zweite Baby ist unterwegs. Für die Zweitligasaison hatte die ehemalige Teamkapitänin im letzten Sommer nach ihrer Babypause nochmal angefangen und das Team in den letzten Monaten als wichtiger Backup unterstützt. „Ich bin ganz entspannt, tatsächlich. Natürlich wird mir was fehlen mit der Stimmung und auf dem hohen Niveau Volleyball mit der Atmosphäre hier. Aber ich habe mich lange genug mit der Entscheidung auseinandergesetzt und bin als sachlicher Typ damit fein“, sagt Land zum endgültigen Abschied vom Leistungssport. „Die Situation damals als 18-Jährige war eine ganz andere als heute. Damals wollte man noch ganz viel lernen und auf hohem Niveau Erfahrungen sammeln. Und jetzt sind wir hier in der 2 Liga. Gegen Emlichheim war nochmal richtig krass.“
Rebecca Land, die in Neuenkirchen/Oldenburg sesshaft ist, zieht abschließend noch ein persönliches Fazit. „Volleyball war immer ein riesiger Teil in meinem Leben, das ändert sich, wenn ein kleines Kind dazu kommt. Es hat mir aber immer noch viel bedeutet, sonst hätte ich den großen Aufwand dieses Jahr nicht betrieben mit Fahrerei, Familie und Kind. Es ist aber auch gut zu wissen, wann der Zeitpunkt gekommen ist, einen Schlussstrich zu ziehen. Für die Mannschaft ist in Zukunft noch eine ganze Menge möglich bei dem großen Potenzial“, so Land. Vielen lieben Dank sagt der VCO auch dir, Rebecca!


