VCO-Damen 1: VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler klärt über Abstiegsregelung in der 2. Liga Nord auf
OSNABRÜCK. Showdown am 25. April in der 2. Liga Nord, Showdown für die VCO-Damen und drei weitere Teams in der 2. Liga Nord: Nach einer Mitteilung der Volleyball Bundesliga VBL wird möglicherweise ein Passus Anwendung finden, dass bei zwei feststehenden Absteigern aus der 2. Liga Pro in die 2. Liga Nord drei statt der eigentlich vorgesehenen zwei Teams in die 3. Liga absteigen – sprich ab Platz zehn abwärts, weil VCO Münster mit Sonderspielrecht nicht absteigen kann. Genauere interessante Auskünfte gibt an dieser Stelle VBL-Geschäftsführer Daniel Sattler. Aktuell belegt der VC Osnabrück Platz zehn (30 Punkte). Außerdem gefährdet sind noch BSV Ostbevern (9., 30 Punkte), Schweriner SC II (8., 31 Punkte) und TuSa City Girls Düsseldorf (7., 32 Punkte).

Daniel Sattler …….
1) …. ZU DER OFFIZIELLEN AUSSCHREIBUNG
Der Status quo ist so, dass die Ordnung erstmal gilt. Aber die Abhängigkeiten sind viel manigfaltiger als nur die Absteiger aus der Pro Wir müssen uns fragen: was passiert wenn beim Abstieg Überhang passiert? Bei uns ist es so, dass der Drittletzte immer fürchten muss. Das wäre ja auch so, wenn Emlichheim nicht aufsteigen wollen würde (hat sich aber für Aufstieg entschieden) und zwei runter rasseln. Dann hätten wir ja noch ein Problem mehr. In dem Falle würde der Viertletzte aber auf keinen Fall absteigen, denn der hat immer die Garantie drin zu bleiben, selbst wenn es zu einem vermehrten Abstieg kommen würde. Der Drittletzte hat diese Garantie nicht. Deshalb ist in der Liga seit ein paar Wochen, wo die entsprechenden Mannschaften das realisiert haben, ein bisschen Aufregung. Diese Aufregung versuchen wir einerseits auszuhalten, auf der anderen Seite jedoch konstruktiv damit umzugehen – so wie mit den Fragen Sonderspielrecht. Generell gilt erstmal, es kann drei Absteiger geben.
2) … ZU DEN SONDERSPIELRECHTEN
Sollte der Schweriner SC auf dem dritten Abstiegsplatz landen, müssen wir überlegen, wie gehen wir damit um. Das ist diffizil, da sind wir mit den Clubs in den Klärungsprozessen, ob Schwerinoffizieller VCO-Stützpunkt wird. Der VCO Münster wird nächstes Jahr wieder außer der Reihe mit einem Sonderspielrecht in der 2. Liga Nord spielen.
3) …. ZU EVENTUELLEN WILDCARDS FÜR DIE 2. LIGA PRO
Zu Gerüchten, dass Hildesheim oder Potsdam eine Wildcard für die Pro beantragen – die werden keinen Antrag stellen. Das ist definitiv nicht der Fall laut meinem Kenntnisstand.
4) …. ZU WEITEREN SPEKULATIONEN UND MÖGLICHEN HINTERTÜRCHEN
Was sich nach dem Ende der aktuellen Saison ergibt, muss man sehen. Was beispielsweise von unten kommt, ob dadurch noch ein freier Platz entsteht. Da bin ich so lange im Geschäft, dass ich sage, dazu müsst ihr den 2. Mai abwarten, wenn die endgültige Entscheidung gefallen ist für die Neueinteilung der Ligen..
5) …. ZU EINER MÖGLICHEN AUFSTOCKUNG
Es gibt Initiativen in der 2. Liga Nord, wo wir gefragt wurden: können wir in einem solchen Fall bei einem Absteiger mehr aus der Pro nicht die 2. Liga Nord aufstocken und mit einer Mannschaft mehr spielen? Das ist alles aus dem Schockmoment erwachsen. Ich möchte allen sagen, viele andere müssen auch zweigleisig planen. Es gibt zum BeispielMannschaften, die hoffen als Vizemeister aufzusteigen. Denen sage ich, das hängt davon ab, wie sich eurer Meister entscheidet. Hoffnung besteht dort, solange der sich nicht final äußert. Generell ist es so, dass es oft passiert, dass sich Vereine erst am 30. April endgültig entscheiden. Bis dahin sind andere natürlich in der Unsicherheit.
6) …. ARGUMENTEN PRO UND CONTRA EINER AUFSTOCKUNG
Ich kann das verstehen, dass man die Regelung mit einem zusätzlichen Folgeabsteiger eine Liga tiefer nicht gut findet. Wir von der VBL als Liga sind aber Vertreter der Clubs, Die Vereine klagen häufig darüber, dass mehr Spieltage eine zusätzliche Belastung sind. Jetzt sind zusätzlich in unseren Überlegungen noch die Sonderspielrechte drin. Bei Aufstockung würde es ja sogar zu einer 15er-Staffel führen können. In den unteren Ligen wird normal nur mit neun, zehn und zwölf Mannschaften inklusive Sonderspielrechte gespielt, da sind dann elf oder 13 Teams der Überhang. Bei der VBL wäre laut Statuten die 15. Mannschaft Maximum.
Die Clubs haben sich generell in der Vergangenheit dazu entschieden, den Überhang schnellstmöglich abzubauen. Deshalb gab es die Regelung mit einem weiteren potenziellen möglichen Absteiger. Für die Zukunft könnte man als Alternative sicherlich festlegen, es gibt immer drei Absteiger. Und wenn es dann doch einen freien Platz gibt, dann wird der dritte Absteiger diesen freien Platz als erstes wahrnehmen können

