Am Ende fehlte Power

VCO-Damen verlieren Spiel zwei am Wochenende mit 1:3 beim RC Sorpesee – Samstag 3:1-Sieg in Münster

SUNDERN. Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück sind am Sonntagabend mit einer 1:3 (25:20, 16:25, 20:25, 15:25)-Niederlage beim RC Sorpesee aus dem Doppelspieltag-Wochenende rausgegangen, belegen aber dennoch aktuell in der 2. Liga Nord mit einer Bilanz von drei Siegen und zwei Niederlagen einen guten sechsten Tabellenplatz. Nach dem 3:1 (25:16, 25:19, 22:25, 25:18) -Erfolg am Tag zuvor beim VCO Münster fehlte in Spiel zwei bei schwindenden Kräften einfach die Überzeugung, an einer sich anbahnenden Niederlage noch etwas zu drehen. Sorpesee spielte allerdings vor lautstarker Kulisse in den Sätzen drei und vier auch fulminant auf und lies so ohne große Wackler kein Osnabrücker Comeback mehr zu.

KRAUS: „WIR MUSSTEN DEN GEGEBENHEITEN TRIBUT ZOLLEN“

Das Wochenende hatte beim VC Osnabrück mit zwei Auswärtsspielen einige Körner gekostet, so musste auch Trainer Gunnar Kraus nach der Partie in Sundern erst einmal tief durchpusten. „Im ersten Satz hat man gesehen, was wir können, danach mussten wir den Gegebenheiten mit den zwei Spielen etwas Tribut zollen. Wir können halt noch nicht zwei Spiele auf dem für die 2. Liga notwendigen Niveau innerhalb von zwei Tagen spielen. Gestern waren wir gut, heute auch noch zu Beginn“, so die erste Analyse. „Sorpesee hat seine Stärken in der Schnelligkeit aber auch super ausgenutzt. Insgesamt kann man denke ich dennoch nach fünf Spielen sehen, dass wir ein deutlich größeres taktisches Repertoire haben als letzte Saison.“ 

Sorpesees Coach Tom Barthel zeigte sich hellauf begeistert, wie seine Spielerinnen nach einem schwachen Auftakt den 0:1-Rückstand noch umgebogen hatten. „Man hat im Laufe des Spiels gesehen, dass Osnabrück bereits gestern gespielt hat. Deshalb konnten wir unseren Power-Volleyball richtig zeigen und die letzte Energie aus uns rausziehen. Letztendlich haben wir ab Satz zwei immer die Lücken gefunden, als Osnabrück nicht mehr gut stand.“ 

RC SORPESEE KÄMPFTE VCO-DAMEN NIEDER

Der Kräfteverschleiß der VCO-Damen war in der Partie beim RC Sorpesee mit zunehmender Spieldauer spürbar. Die VCO-Damen ließen sich, obwohl mit einer 1:0-Satzführung im Rücken, durch den  Power-Volleyball der Gastgeberinnen die Butter vom Brot nehmen. Die Gäste verloren vor lautstarker Kulisse im zweiten Satz sichtbar den Faden und am Ende verdient auch mit 1:3 (25:20, 16:25, 20:25, 15:25) die Partie. Immerhin gibt es für das Osnabrücker Team die Gewissheit, zwei sehr gute Zuspielerinnen in den eigenen Reihen zu haben, denn zum einen Antonia Meiser in Münster, als auch Maya Sendner in Sorpesee, wurden vom gegnerischen Coach zur MVP gewählt.

Zum Spielverlauf: Sowohl der RC Sorpesee als auch der VC Osnabrück hatten zunächst Probleme, zu ungewohnter Zeit am Sonntagabend auf Touren zu kommen und produzierten zu Beginn zahlreiche Aufschlagfehler. Dann zog der VCO aber wie schon öfter in der Saison dank der guten Blockarbeit Mitte des Satzes auf drei Punkte (10:13) davon. Am Ende hieß es 25:20 aus Osnabrücker Sicht, bei denen „die Mitten“ Charlotte Berelsmann und Lisa Lammers Schlüsselspielerinnen waren. Dazu kam die Wucht von Mailin Kreymborg über die Position vier. Im zweiten Durchgang startete Sorpesee  mit deutlich mehr Power und der VCO lief der Musik von Beginn an hinterher (7:11). Der Block stand nicht mehr dicht genug, dazu wurden die Angriffe von Minute zu Minute harmloser und ungenauer. Am Ende gewannen die Gastgeberinnen den Abschnitt verdient mit 25:16 und glichen zum 1:1 nach Sätzen aus, weil sie stets die klar besseren Lösungen parat hatten.

Im wichtigen dritten Satz wollte das RCS-Team vom eigenen Anhang nach vorne gepusht einfach mehr als der VCO und die Spielzüge waren insbesondere über die Diagonalangreiferin Sara Zimmer (MVP Gold ) noch zielstrebiger als in Satz zwei. Der VCO hielt dennoch dagegen, musste sich trotzdem über 7:7, 10:14 und 18:22 mit 20:25 geschlagen geben – die Vorentscheidung. 

Im vierten Satz war schließlich schnell die endgültige Entscheidung gefallen, weil Sorpesee seinen Power-Volleyball ohne Hänger voll durchzog und beim VCO das Spiel mehr und mehr zusammenbrach. Die Kräfte und die Überzeugung schwanden. Beim 9:6 für die Gastgeberinnen war es noch eng, beim 16:7 nicht mehr. Schließlich jubelte das RCS-Team nach einem 25:15 über einen erkämpften 3:1-Heimsieg.

WIEDER EIN FREIES WOCHENENDE

Den VCO-Damen bleiben nun wieder 14 Tage Zeit, die Eindrücke zu bewerten und die passenden Rückschlüsse daraus zu ziehen. Nach einem freien Wochenende empfängt der VC Osnabrück in seinem Wohnzimmer der Schlosswallhalle am Samstag, 14. November das Topteam USC Münster II. Spielbeginn ist wie gewohnt um 19.30 Uhr. Tickets – auch VIP-Tickets – sind online über die VCO-Homepage zu erwerben.

Foto: Martin König.