„WIR MÜSSEN EINFACH UNSER SPIEL SPIELEN“ 

VCO-Damen I: Coach Philippe Quistorff im Interview vor dem Heimspiel gegen SCU Emlichheim

OSNABRÜCK. Philippe Quistorff unterstützt Gunnar Kraus bei den VCO-Damen I im zweiten Jahr als Coach und hat sich als perfekte Ergänzung erwiesen. Die Erfahrung und das Trainer-Knowhow des ehemaligen französischen Nationalspielers ist Gold wert. Das möchte der 64-Jährige am Samstag im letzten Heimspiel der Zweitligasaison gegen Spitzenreiter SCU Emlichheim einmal mehr unter Beweis stellen. Quistorff spricht im Spieltags-Interview über die Ausgangslage, die Chancen und die Herangehensweise an die Saisonendphase und die letzten zwei Partien.

Foto: Martin König

HALLO PHILIPPE, DAS WETTER WIRD IMMER BESSER, DAZU KAM ZUM WIEDERHOLTEN MALE EIN SPIELFREIES WOCHENENDE UND FREIE OSTERTAGE. ES FÜHLT SICH WIE SAISONENDE AN. WIE GROß IST BEI EUCH NOCH DIE LUST AUF VOLLEYBALL?

Das Ende der Saison ist diesmal sicher etwas blöde, weil wir immer mal wieder ein freies Wochenende haben. Das ist ein kleines Problem, aber die Saison ist noch nicht zu Ende. Jedem ist das bewusst – gerade jetzt auch durch die Mitteilung der VBL über eine mögliche neue Abstiegsregelung mit eventuell drei Absteigern.

MIT SCU EMLICHHEIM ALS FAST-MEISTER KOMMT AM SAMSTAG ZUSÄTZLICH EIN UNDANKBARER GEGNER. 

Genau, aber was heißt undankbar? Es ist für uns ein guter Test auch für das Spiel in Düsseldorf. Emlichheim ist verdient Erster, wir müssen trotzdem einfach unser Spiel spielen und dann werden wir sehen.

WIE MUSS MAN DAS SPIEL ANGEHEN? NEHMT IHR DIE ROLLE ALS UNDERDOG ALS MOTIVATIONSHILFE? ES WIRD JA EIN GLATTER SIEG VON EMLICHHEIM ERWARTET.

Emlichheim ist noch nicht Meister, wir werden sehen. Deren und unser Ziel sind anders. Wir wollen gut spielen, wir wollen punkten – mehr nicht.

GEGEN CLOPPENBURG HABT IHR IM LETZTEN SPIEL DURCH DAS 3:1 DREIFACH GEPUNKTET. SO EIN SIEG IN EINEM SCHWEREN DERBY SOLLTE DOCH BEFLÜGELN, ODER?

Es wird gegen Emlichheim definitiv ein sehr schweres Spiel, die sind Erster. Emlichheim ist eine Mannschaft, die sehr sauber und diszipliniert Volleyball spielt. Die haben sehr schnelle, gute Aufschläge und da kann man bei uns Schwierigkeiten in der Annahme erwarten. Das hat das Hinspiel gezeigt. Die machen aber wie andere Teams auch Fehler, deshalb müssen wir selber Druck ausüben und Fehler provozieren. Das können wir. 

IM HINSPIEL WART IHR CHANCENLOS. DAS OSNABRÜCKER PUBLIKUM SOLLTE DIESMAL HELFEN.

Das Hinspiel war blöde für uns, weil die uns am Anfang gleich überrollt haben. Ich hoffe, dass wir daraus was gelernt haben und das am Samstag zeigen können.

BEIM LETZTEN HEIMSPIEL GIBT ES EINIGE VERABSCHIEDUNGEN UND DANKESREDEN. KOMMT BEI DIR SCHON EIN BISSCHEN WEHMUT AUF, DASS DIE TOLLE ERSTE ZWEITLIGASAISON LANGSAM ZU ENDE GEHT?

Nein, noch nicht, bei mir herrscht noch keine Abschiedsstimmung. Die Saison ist noch nicht zu Ende. Wir haben noch zwei wichtige Partien und die müssen wir mit hundert Prozent spielen. Jetzt heißt es für uns in den zwei Spielen – punkten, punkten, punkten ist angesagt.