VCO-Damen I: VCO-Coach Gunnar Kraus zieht im Interview ein Hinrunden-Fazit und blickt aufs kommende Heimspiel
OSNABRÜCK. Am Samstag (17.1., 19.30 Uhr) startet für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück die Rückrunde in der 2. Bundesliga Nord mit einem Heimspiel in der Schlosswallhalle gegen den Schweriner SC II. Trainer Gunnar Kraus blickt im Spieltags-Interview auf die ersten zwölf Spiele zurück und wagt einen Ausblick auf Schwerin und die nächsten Wochen.

HALLO GUNNAR, DIE HINRUNDE IST GELAUFEN. WIE BEWERTEST DU DEN BISHERIGEN EINSTAND DEINER MANNSCHAFT IN DER 2. BUNDESLIGA?
Ich finde, wir haben unsere Erwartungen bisher übererfüllt. Der Start war vorherzusehen als Neuling, auch wenn wir da vielleicht was liegen gelassen haben. Es wäre wahrscheinlich besser gelaufen, das lässt sich vermuten, wenn wir schon Erfahrung auf Zweitliganiveau gabt hätten. Und danach kam eine Serie mit vielen guten Spielen und Erfolgen. Das Emlcihheim-Spiel vor Weihnachten war dann unnötig, dass wir vor allem einen Satz unter zehn verloren haben. Das hat fast kein Team so hinbekommen.
WIE BLICKST DU AUF DIE NÄCHSTEN WOCHEN UND DIE RÜCKRUNDE?
„Die Erwartungen für die Rückrunde sind da, aber wir müssen jetzt auswärts die vier Heimsiege erst einmal bestätigen. Diese Gegner müssen wir auch auswärts schlagen, das wäre dann eine Leistungssteigerung: Zuhause ist halt einfacher. Und wenn wir dann außerdem noch die ein oder andere Niederlage auswärts in der Schlosswallhalle in einen Sieg umwandeln, dann wären wir im Mittelfeld oben mit dabei. Das wäre cool.
DAS WIRD ABER SICHER EINE GROßE HERAUSFORDERUNG; ODER?
Wir müssen zusehen, dass wir verletzungsfrei durchkommen. Das wäre sehr wichtig, dass wir an den Spieltagen unseren breiten Kader nutzen können. Andere Mannschaften sind vielleicht etwas enger besetzt.
IN DER RÜCKRUNDE HABT IHR NUR FÜNF HEIM-, ABER SIEBEN AUSWÄRTSSPIELE: IST EUCH DAS BEWUSST, DASS DIE RÜCKRUNDE DURCHAUS KOMPLIZIERT WERDEN KANN?
Uns Trainern ist das bewusst, ich hoffe unseren Spielerinnen auch. Thematisiert haben wir das nicht: Das ist halt so, da müssen wir durch. Insgesamt ist es doch erstmal so schöner, dass wir eine gute Hinrunde mit Platz acht gespielt haben und nicht hinten stehen und aufholen müssen. Wir haben uns entwickelt und kennen jetzt unsere Gegner.
GEGEN DÜSSELDORF ZULETZT WÄRE MEHR DRIN GEWESEN, HATTE MAN DAS GEFÜHL.
Letzten Samstag sind wir zu ungeduldig geworden und von Angriff zu Angriff immer mehr ins Risiko gegangen. Unser Gegner hat uns das vorgemacht, immer nur den Ball hin und her gespielt, dafür fehlerlos. Dennoch lässt sich feststellen, wir sind mit dem Fünften insgesamt spielerisch auf Augenhöhe gewesen.
JETZT KOMMT SCHWERIN II, DAS IST DURCHAUS WIEDER EINE MANNSCHAFT MIT EURER KRAGENWEITE, WENN DAS HINSPIEL AUCH 0:3 AUSGEGANGEN IST. SIEHST DU DAS ÄHNLICH?
Wir haben uns seit dem ersten Spiel deutlich entwickelt. Schwerin ist mittlerweile unser Niveauund wir müssen halt wieder gucken, dass wir keine Hänger haben oder ungeduldig werden wie am letzten Wochenende gegen Düsseldorf. Wir spielen zuhause, sind da stärker. Schwerin muss zu uns reisen und ist auswärts etwas schwächer. Deshalb könnte gegen die was gehen.


