NEUER LANDESSTÜTZPUNKT VOLLEYBALL BEIM VCO

Westphal: Das ist der Lohn für die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren investiert haben“

OSNABRÜCK. Große Auszeichnung für den VC Osnabrück: Der VCO und die Schlosswallhalle sind ab sofort einer von sieben Landesstützpunkten für Volleyball in Niedersachsen und Bremen unter dem Dach des Nordwestdeutschen Volleyball-Verbandes (NWVV). Am Mittwoch überreichte Verbandstrainer Uwe Wallenhorst im Beisein von Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter das Zertifizierungsschild an den 1. Vorsitzenden des VC Osnabrück, Florian Westphal.

Verein, Verband und Stadt bieten gemeinsam was für den Spitzenvolleyball

Mit der Gründung des eigenständigen VC Osnabrück e.V. und der damit verbundenen Loslösung vom OTB und SSC Dodesheide im Jahr 2025 erhält der leistungsorientierte Ausbildungsgedanke des Vereins durch die Anerkennung als „Landesstützpunkt Volleyball“ zusätzlichen Rückenwind. Gleichzeitig wird der VCO als Standort für leistungsorientierten und perspektivisch auch hochklassigen Volleyball weiter gestärkt.

Der Landesstützpunkt ist somit mehr denn je hervorragende Anlaufstelle für alle Talente, Mädchen wie Jungs, in Stadt und Landkreis Osnabrück und bei Interesse sogar auch von darüber hinaus. Trainer Florian Westphal, der eine B-Trainer-Lizenz besitzt, bietet künftig einmal pro Woche in der Halle das Graf-Stauffenberg-Gymnasiums abseits vom Verein für die besten Talente der Region ein Kader-Training an. Im Sommer des kommenden Jahres soll das Stützpunktkonzept zudem um den Bereich Beachvolleyball erweitert werden.

Wir wollen unsere Jugendlichen nachhaltig selbst ausbilden“

Mit dem Landesstützpunkt soll die Nachwuchsarbeit des VC Osnabrück weiter professionalisiert und die Grundlage für einen nachhaltigen eigenen Unterbau der Leistungsmannschaften geschaffen werden. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die 1. Damenmannschaft und deren Entwicklung in der 2. Volleyball-Bundesliga, wie der 1. Vorsitzende des VC Osnabrück, Florian Westphal, deutlich machte. „Dass wir jetzt Landesstützpunkt sind, ist für uns der Lohn für die Arbeit, die wir in den vergangenen Jahren in dieses Projekt und in den Verein investiert haben“, betont Westphal. „Unser Ziel ist es, unsere Jugendlichen nachhaltig selbst auszubilden, ihre Entwicklung bestmöglich zu begleiten und sie perspektivisch an den leistungsorientierten Volleyball bis hin zur 2. Bundesliga heranzuführen. Dabei sind der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband und die Stadt Osnabrück wichtige Partner an unserer Seite.“

Der NWVV setzt ebenfalls große Hoffnungen auf den Volleyball-Standort Osnabrück – nicht zuletzt durch die Zweitliga-Volleyballerinnen des VCO, wie Landestrainer Uwe Wallenhorst durchblicken ließ. „Der Aufstieg in die 2. Liga war für uns als Verband wichtig, hier gibt es aber bereits länger gute Jugendarbeit mit qualifizierten Trainern. Dementsprechend unterstützen wir den Landesstützpunkt beim VCO gerne. Auch der Landessportbund finanziert das Ganze mit“, erklärte Wallenhorst.

Und Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, zeigte sich erfreut über die Entwicklung des Volleyballsports in Osnabrück. Neben Fußball, Basketball, Leichtathletik, Judo, Rudern oder Fechten etabliert sich damit eine weitere Sportart mit großem Potenzial im Leistungs- und Spitzensport.

„Junge Sportlerinnen und Sportler brauchen Vorbilder. Bei den Spielen der 1. Damen kann man Spitzensport hautnah erleben. Wenn man sieht, was dort geleistet wird, entsteht natürlich der Wunsch, selbst einmal auf diesem Niveau zu spielen“, sagte Pötter. „Beim VC Osnabrück wird in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet.“

Auch die städtische Infrastruktur soll ihren Teil zur weiteren Entwicklung beitragen. „Wir als Stadt freuen uns, dass wir demnächst mit einem neuen mobilen Hallenboden in der Schlosswallhalle optimale Voraussetzungen für die Ligaspiele schaffen und damit den Volleyball in Osnabrück ein weiteres Stück unterstützen können“, so die Oberbürgermeisterin.

Mit der Anerkennung als Landesstützpunkt verbindet der VC Osnabrück nicht nur eine Auszeichnung für die bisher geleistete Arbeit, sondern vor allem einen klaren Auftrag für die Zukunft: Talente aus der Region gezielt zu fördern, leistungsorientierte Strukturen weiterzuentwickeln und den Weg vom Nachwuchs bis in den Spitzenvolleyball am Standort Osnabrück dauerhaft zu ermöglichen.