LOHNE/WIETMARSCHEN. Für die Regionalliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück ist der Start ins Jahr 2024 gelungen. Der weiter ungeschlagene Spitzenreiter baute seine Tabellenführung durch einen 3:0 (25:17, 25:21, 26:24)-Sieg bei SV Union Lohne aus und kann jetzt mit einem Vier-Punkte-Polster in die kommenden drei Spitzenspiele gehen. Überragende Akteurin auf Seiten eines gut aufgelegten VCO-Teams war MVP Lisanne Masselink, die insbesondere in der Endphase des engen dritten Satzes nicht zu stoppen war.

KRAUS: „WIR HABEN ALLES RICHTIG GEMACHT“
VCO-Trainer Gunnar Kraus strahlte angesichts des gelungenen „Restarts“ nach dreiwöchiger Weihnachtspause. „Wir haben alles richtig gemacht und Lisanne gehabt! Es war sicher der erwartet holprige Start. Mit mehr Gegendruck hätten wir heute schon mehr Probleme bekommen“, fasste Kraus zusammen. „Ich fand es aber richtig gut, dass wir uns im dritten Satz noch aus der schwierigen Lage befreit haben.“ Die starke Außenangreiferin Maria Büter lobte ebenfalls ihre Teamkollegin Masselink, die einen überragenden Abend in allen Elementen erlebte. „Ich hatte nach den ersten zwei Sätzen ein gutes Gefühl und bin im dritten Satz ruhig geblieben. Und dann hatten wir Lisanne, die hat die Bälle heute in jede Ecke reingehauen.“
ZWEI SÄTZE DOMINANT UND EIN PERFEKTER SCHLUSSPURT
Die ersten beiden Sätze spielten die Osnabrückerinnen beim Tabellenfünften mit Aufschlagdruck sowie den starken Angreiferinnen Masselink, Maria Büter und Jana Kruska nach jeweils schneller Führung „von vorne weg“. Trainer Kraus hatte sich in der Starting-Six mit Ausnahme der 15-jährigen Charlotte Berelsmann, die die erkrankte Anne Löchert im Mittelblock gut vertrat, für die im Saisonverlauf bisher überzeugenden Maria Büter, Jana Kruska, Marieke Zink, Jolina Tönsing und Lisanne Masselink neben Libera Julia Bartholomaeus entschieden. Das sollte sich auszahlen. Der VCO startete mit einer schnellen 6:1-Führung in die Partie, die beruhigend wirkte. Jana Kuska war mit einer guten Aufschlagserie auf Anhieb im ersten Satz zur Stelle. Bei den Gastgeberinnen, die von rund 150 Zuschauern lautstark unterstützt wurden, war so der Anfangselan sofort unterbunden. Zwar kämpfte sich Lohne bis zum 10:9 noch einmal heran. Doch dann waren es Lisanne Masselink, Maria Büter und Jana Kruska, die mit ihrer Angriffswucht kurzen Prozess mit der Lohner Abwehr machten und den ersten Satz für den VCO sicher mit 25:17 einfuhren.
Im zweiten Satz gingen die Osnabrückerinnen von 8:5 auf 12:6 vorentscheidend auf Abstand zum Gastgeber, der vor allem über die Position vier und ihre Außenangreiferinnen Rosa Krüger, Celine Beel und Merle Gosslig. zu punkten versuchte. VCO-Mittelspielerin Jolina Tönsing gefiel durch einige spektakuläre Blocks. Beim 24:18 bäumte sich Lohne noch kurzzeitig auf, ehe der Gewinn des zweiten Durchgangs für Osnabrück nach einem angeschlagenen Block mit 25:21 feststand.
Nach einer Schwächephase und Problemen in der Annahme Mitte des dritten Satzes wurde es plötzlich noch einmal spannend, denn die Gastgeberinnen machten mit nun deutlich aggressiveren Aufschlägen und einer besseren Annahme um ihre Libera Johanna Muntel (MVP Silber) aus einem 8:11-Rückstand einen 20:13-Vorsprung. Doch nun brachte eine Aufschlagserie von Maria Büter im Verbund mit der nicht mehr zu stoppenden Diagonalangreiferin Lisanne Masselink die kaum mehr für möglich gehaltene Wende aus Sicht des Spitzenreiters. Beim 22:22 war der Satz wieder ausgeglichen. Beim 24:23 hatten die Lohnerinnen trotzdem Satzball. Am Ende aber jubelten die nervenstarken Spielerinnen des VCO beim 26:24 und einem 3:0-Sieg, die rechtzeitig ihre Qualitäten wiederentdeckten.
NÄCHSTES SPIEL IN ZWEI WOCHEN IN SPELLE
Mit dem guten Gefühl, den Neustart recht sicher gemeistert zu haben, reisen die VCO-Damen als nächstes in zwei Wochen zum SC Spelle-Venhaus. Am Samstag, 20. Januar, um 20 Uhr heißt es in einer heißen Atmosphäre beim Tabellendritten erneut Farbe bekennen und auf dem Weg zur Regionalliga-Meisterschaft einen weiteren „Dreier“ einzufahren.


