OSNABRÜCK. An diesem Samstag (12.10, 19.30Uhr, Schlosswallhalle) wollen die Drittliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück gegen TVA Hürth ihren zweiten Heimsieg einfahren. Einer, der seit vielen Jahren wichtiger Bestandteil eines tollen Samstagabends geworden ist, ist VCO-Hallensprecher Dennis Kurth. Wie „Kourtis“, so sein Spitzname, (gesprochen „Körtis“) auf die Partie gegen das Team aus Köln blickt, gibt das folgende Interview Auskunft.

DENNIS, DIE SAISON HAT IN DER 3. LIGA BEGONNEN., DU HAST ALLE DREI SPIELE DER VCO-DAMEN GESEHEN. WIE BEURTEILST DU ALS HALLENSPRECHER UND FAN DEN SAISONAUFTAKT MIT EINEM SIEG UND ZWEI NIEDERLAGEN?
Der Start ist schwierig zu beurteilen, sportlich muss das unser Trainerteam tun. Ich bin froh, dass wir drei Punkte auf dem Konto haben, dafür haben wir nach dem Aufstieg 2020 satte vier Spiele gebraucht. Auf der anderen Seite haben wir in Emlichheim und Münster Punkte liegen gelassen. Das darf einem Aufsteiger passieren, kein Thema – ärgert einen aber dennoch.
ES SCHEINT WOHL SO, DASS DIE HEIMSPIELE GEWONNEN WERDEN SOLLTEN, ODER?
Definitiv. Die Heimspiele sind mit das größte Faustpfand, welches wir in dieser Saison haben werden. Willst du als Aufsteiger in der Liga bleiben, musst du eine starke Heimbilanz haben und hier das Grundgerüst bauen. Und ich bin felsenfest überzeugt, dass dieses Vorhaben gelingen wird.
HEIMSPIEL IST DAS STICHWORT. DA WARTET AM SAMSTAG UM 19.30 UHR DER TVA HÜRTH AUF DIE VCO-DAMEN. EIN UNBESCHRIEBENES BLATT. VORFREUDE AUF DIE PARTIE?
Wichtig ist, dass die Mannschaft Vorfreude hat. Dieses Gefühl habe ich in den letzten Jahren bei jedem Spiel gehabt. Mir ist ehrlich gesagt egal, wer als Gegner kommt. Jeder Gegner muss das Gefühl haben, in Osnabrück alleine zu sein und ein richtig ekliges Auswärtsspiel zu haben.
DIE VCO-HEIMSPIELE WERDEN MEHR UND MEHR ZUM EVENT. AUF WAS KÖNNEN SICH SPORTFREUNDE FREUEN? WARUM SOLLTE MAN LIVE VORBEISCHAUEN?
Erst einmal auf eine Mannschaft, die alles reinhauen wird, was sie hat, um den zweiten Saisonsieg zu holen. Und dann auf das, was in der Frage angesprochen wurde: auf ein Event. Es helfen so viele Personen mit, die Heimspieltage besonders werden zu lassen. Wir sind da auf einem bemerkenswerten Weg und holen alles raus, was in dieser in den Möglichkeiten begrenzten Halle geht. Ich will da ganz besonders einmal Jonas Pottebaum, Nils Kuhlmann, Kai Lünnemann und Peter Vorberg hervorheben, ohne deren Einsatz und Organisation so ein Event nicht möglich wäre.
DU BIST ALS SPRECHER IMMER MIT FEUER UND FLAMME DABEI. WIE BEREITEST DU DICH VOR?
Bei Heimspielen schau ich vorher, ob meine Geräte und Kabel funktionieren. Dann gibt´s ein stilles Gebet, ob in der Halle alles funktioniert. Bei der alten Technik in der Halle ist das meine größte Sorge – jeden Spieltag aufs Neue und tatsächlich nervlich eine Belastung. Bei Auswärtsspielen mit meinen Freunden heißt das für mich zehn Bier, eine Trommel und eine große Schnauze.
WIE KÖNNEN SICH DIE ZUSCHAUER AKTIV AN DER STIMMUNG BETEILIGEN?
Unsere Zuschauer sind in den letzten Jahren zu einem ganz, ganz wichtigen Faktor geworden. Bestes Beispiel sind die beiden Spiele gegen Lohne in der letzten Saison. Ich wünsche mir, dass die Mannschaft den Funken sendet und wir dann alle gemeinsam in der Halle zünden, vielleicht auch mal etwas giftiger bei einer Fehlentscheidung werden. Wichtig ist aber auch, dass wir den Zuspruch und vor allem die Lautstärke vernehmen, wenn es Problemphasen gibt – das hat mir im ersten Heimspiel gegen Münster im zweiten Satz gefehlt.
WAS ERWARTEST DU GEGEN HÜRTH FÜR EIN SPIEL UND ERGEBNIS?
Drei Punkte im Rahmen einer mächtigen Stimmung, ganz einfach!
SAMSTAGABEND, TOLLER SPORT, DA SOLLTE DIE HALLE VOLL WERDEN. DAS WÜRDE DIE MÄDCHEN IN DEM WICHTIGEN SPIEL BESTIMMT PUSHEN, STIMMT´S?
Perfekt ausgedrückt. Wir werden das Publikum am Samstag vom ersten Moment an brauchen. Ich glaube, für die Mädels ist die Mischung aus Vertrauenspersonen auf der Tribüne und der Stimmung essentiell. Das macht ein Heimspiel aus, das schenkt dieser Truppe die siebte Spielerin.


