FEIERSTIMMUNG NACH „RATZFATZ-HEIMSIEG“

VCO-Damen I gewinnen in nur 64 Minuten mit 3:0 gegen SV Energie Cottbus

OSNABRÜCK. Es ging ratzfatz am Samstagabend in der Schlosswallhalle! Die Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben gegen SV Energie Cottbus in einem Duell im Tabellenkeller im Expresstempo einen 3:0 (25:12, 25:20, 25:13)-Sieg eingefahren und die Erfolgswelle in der 2. Liga Nord gefunden. Für das VCO-Team vom Trainerduo Gunnar Kraus/Philippe Quistorff war es nach dem Erfolg in Bonn nun auch der erste Zweitligasieg vor heimischem Publikum. Und dieser Sieg ließ den Aufsteiger vor den Sonntagspielen mit nunmehr fünf Punkten aus sechs Spielen auf Tabellenplatz neun klettern. Die MVP-Goldmedaille erhielt Lisanne Masselink als Anerkennung für eine vorbildliche Vorstellung als Diagonalangreiferin und Kapitänin.

Bild: Martin König

MASSELINK: „HEUTE HAT ALLES GESTIMMT“

Die gut gefüllte Schlosswallhalle brodelte während und nach dem Spiel, denn mit einem solch klaren Spielverlauf hatte im Vorfeld wohl niemand so richtig gerechnet. Es gab spektakuläre Ballwechsel und einige atemberaubende Abwehraktionen. Dementsprechend gut gelaunt fasste VCO-Coach Philippe Quistorff seine Gedanken zu den lediglich 64 Spielminuten zusammen. „Es war absolut gut, wie wir heute gespielt haben – von Anfang bis Ende. Die Aufschläge waren klasse, wir haben super geblockt. Es gab einzelne Aktionen vom Feinsten, perfekt“, meinte Quistorff. „Es war wie letzte Woche eine geschlossene Mannschaftsleitung. Die Mädels halten zusammen und kämpfen zusammen.“

Kapitänin Lisanne Masselink zeigte sich gleichermaßen beeindruckt von der starken Vorstellung ihres Teams. „Der Stein, der da vom Herzen fällt, ist riesig. Es war von vorne bis hinten ein gelungenes Spiel von uns. Wir sind so erleichtert, weil wir den Sieg so nötig gehabt haben und dann so souverän spielen“, befand Masselink. „Heute hat alles gestimmt: Es hat Spaß gemacht.“

EIN SPIEL WIE AUS EINEM GUSS

Es war vor diesem Spieltag das Duell Vorletzter in der Tabelle gegen den Letzten und deshalb eine Partie mit richtungsweisendem Charakter. Der VCO wählte im Vergleich zur Vorwoche eine leicht veränderte Startformation mit Lea Koopmann auf Außen-Annahme und Dina Dell als Libera. Und diese Veränderungen saßen, die Gastgeberinnen setzten die Gäste aus der Lausitz, die eine über fünfstündige Busfahrt in den Klamotten hängen hatten, sofort mit knallharten Aufschlägen von Maja Sendner, Koopmann und Lisanne Masselink unter Dauerdruck. Von diesem Auftakt und einem 3:9-Rückstand sollte sich Cottbus, das ohne seine beiden US-Amerikanerinnen angereist war, nicht mehr erholen. Weitere starke Aufschlagserien von Merit Dresing und Maja Lange – die Gäste hatten bereits bei der Annahme große Probleme. Osnabrück ging letztlich nach nur 20 Minuten nach einem 25:12 mit 1:0-Sätzen in Führung.

Im zweiten Abschnitt wurde es danach zumindest ein Volleyballspiel, weil bei Cottbus nach einem neuerlichen 1:6 endlich mehr Energie ins Spiel kam und nicht schon gleich der erste Ball Probleme bereitete. Insbesondere Libera Mathilda Döring (MVP Silber) sorgte für deutlich mehr Stabilität. Bei 6:6 hieß es Gleichstand, aber in dieser Phase war Mittelblockerin Lisa Lammers auf Osnabrücker Seite kaum zu stoppen und brachte die VCO-Damen zusammen mit der Wucht von Kapitänin Lisanne Masselink beim 16:11 wieder auf Kurs. Doch Cottbus kämpfte sich neuerlich heran, weil sich nun bei den Gastgeberinnen einige Eigenfehler einschlichen. Die einzige Cottbuser Führung beim 17:16 beantworteten Masselink mit einem wuchtiger Angriffsschlag sowie Koopmann mit zwei Assen zum rechten Augenblick zum 19:17 aus VCO-Sicht. Das killte die Gäste endgültig. Maja Langes druckvolle Aufschlagserie sorgte in der Endphase des zweiten Satzes für den Rest, der schließlich mit 25:20 an den VC Osnabrück ging. 

Bei den Cottbuserinnen war der Stecker jetzt  final gezogen, bei 13:6 im dritten Satz war die Partie gelaufen. Das Osnabrücker Team hatte mit starken Aufschlägen und aufmerksamer Blockarbeit seine ganze Überlegenheit ausgespielt. „Hej, hej, hejOsna, hej – die Schlosswallhalle stand Kopf beim Matchball zum 25:13 und einem hochverdienten 3:0-Sieg für den VCO.

NÄCHSTES SPIEL IN HILDESHEIM

Mit viel Selbstvertrauen dürften die VCO-Volleyballerinnen nun am kommenden Sonntagnachmittag zum Topteam nach Hildesheim fahren, das bis dato nur einmal verloren hat. Spielbeginn in Ostniedersachsen ist am 23. November um 16 Uhr.