DIE NÄCHSTE GROßE VOLLEYBALL-PARTY

VCO-Damen I empfangen als Außenseiter Drittliga-Spitzenreiter Düsseldorfer SC 

OSNABRÜCK. Die Saison in der 3. Liga West ist im vollen Gange, die Volleyballerinnen des VC Osnabrück gehen nach einem spielfreien Wochenende mit viel Schwung ins nächste Heimspiel. Am Samstagabend (9.11., 19.30 Uhr) wartet auf alle Volleyballfans in der Schlosswallhalle die nächste große Volleyballparty – mit Lichtshow, Megastimmung und spannendem Sport. Die VCO-Damen (11., 6 Punkte, 6 Spiele) wollen dem Tabellenführer Düsseldorfer SC (1., 16 Punkte, 6 Spiele) beherzt Paroli bieten. Die Zuschauer sollen das Team des Trainerduos Gunnar Kraus/Philippe Quistorff im Kampf um den Klassenerhalt zu den nächsten wichtigen Punktgewinnen tragen, so die Hoffnung.

QUISTORFF: „ALLES IST MÖGLICH AUCH GEGEN DÜSSELDORF“ 

Nach einer Spielverlegung musste das Osnabrücker VCO-Team am vergangenen Wochenende tatenlos zur Kenntnis nehmen, dass die Konkurrenz mit Siegen und Punktgewinnen in der Tabelle vorbeigezogen ist. Der derzeitige elfte Platz ist nicht unbedingt das, was die Erwartungen sind. Aber bei genauer Betrachtung der Situation sollte das Selbstvertrauen zurückkehren, viel passiert ist nämlich noch nicht. Alle Teams sind nach sieben Spieltagen sehr, sehr eng beisammen, zudem haben die VCO-Damen noch ein Nachholspiel in der Hinterhand und gerade bei den Heimspielen ihr wahres Gesicht gezeigt.

Jetzt gilt es dennoch, personell mehr Konstanz zu zeigen und so die volle PS-Zahl aufs Hallenparkettzu bekommen. Das soll als nächstes, Spitzeneiter Düsseldorfer SC zu spüren bekommen. „Es ist noch nicht viel passiert, wir starten bei null“, sagt Trainer Philippe Quistorff. „Trotzdem waren einige Ergebnisse sicher nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Aber es gab Gründe, die wir abstellen. Es wird noch sehr viel passieren in der Saison und auch andere Mannschaften werden noch personelle Probleme bekommen. Der Winter ist lang“, sagt Quistorff.

Angesprochen sind die stetigen Personalprobleme, die beim VCO jede Woche neue Formationen zur Folge hatten. Gegen Düsseldorf will nahezu der komplette Kader dem favorisierten Mitaufsteiger ein Bein stellen. Etwas fraglich ist noch der Einsatz von Lisa Lammers. „Düsseldorf wird sicher ein schweres Spiel, aber jedes Spiel in der 3. Liga ist schwer. Das haben wir ja jetzt mitbekommen und wir müssen ein wenig aufholen“, ist sich VCO-Coach Quistorff bewusst. „Wir können dennoch gegen den Favoriten Düsseldorf befreit spielen und haben nichts zu verlieren. Alles ist möglich auch gegen Düsseldorf, wenn man von Anfang an kämpft.“

In den bisherigen drei Heimspielen boten die VCO-Damen einen großen Kampf. Gegen den VCO Münster (12.) gab es einen 3:1-Sieg, gegen TVA Hürth (3.) einen 3:2-Krimi. Und auch zuletzt gegen FCJ Köln II (5.) wäre beim 2:3 noch ein Sieg drin gewesen. „Wir sind in der richtigen Liga und haben viel Potenzial“, ist Philipp Quistorff von seinem Team überzeugt. „Wir haben gerade zuhause gezeigt, dass wir sehr gut spielen können. Es hat ein bisschen Konstanz gefehlt und beim Start in die Sätze hin und wieder die Power von den Satzenden. Unser Publikum gibt uns einen riesigen Motivationsschub“, so Quistorff. „Wir hoffen natürlich darauf, dass das für Düsseldorf schon ein wenig ungewohnt sein wird vor so einer großartigen Kulisse.“

SENDNER: „GEGEN DEN SPITZENREITER KÖNNEN WIR NUR GEWINNEN“

VCO-Zugang Maya Sendner hat sich bereits jetzt als vierfacher MVP unverzichtbar gemacht. Die 20-Jährige möchte in den kommenden Wochen auf ihrer Stammposition Mitte ihr ganzes Potenzial zeigen, wie zuletzt bei der knappen 2:3-Niederlage gegen Köln. „Wir haben schon gegen Köln trotz einiger personellen Probleme unheimlich gut gespielt. Jetzt konnten wir uns zusätzlich in zwei Wochen Training in guter Personalstärke endlich weiter einspielen, deshalb hat uns die Pause als Team gut getan“, sieht Sendner positive Vorzeichen vor dem Spiel gegen Düsseldorf. „Wir wollen und werden in den nächsten Wochen Punkte holen. Düsseldorf ist der Favorit. Gegen den Spitzenreiter können wir, gerade mit unseren Fans im Rücken, nur gewinnen“, gibt sich die VCO-Mittelblockerin kämpferisch.

DÜSSELDORFER SC ALS AUFSTEIGER BÄRENSTARK

Der Düsseldorfer SC ist wie der VC Osnabrück Drittliga-Aufsteiger. Allerdings stiegen die Rheinländerinnen nicht als Regionalliga-Meister, sondern als Sieger der Relegation auf. Umso erstaunlicher ist die bisherige Bilanz, die die Rheinländerinnen in der 3. Liga West zu Buche stehen haben – sechs Spiele, sechs Siege. Zuhause gab es Siege gegen BW Aasee (3:1), VoR Paderborn (3:1), PTSV Aachen II (3:1), und SCU Emlichheim II, auswärts gegen FC Leschede (3:1) und BW Lohne (3:2).

Das Team von Trainer Enno Schulz besticht durch eine starke Feldabwehr, Kampfkraft und die schwere Ausrechenbarkeit. Allerdings ragt der Außenangriff doch ein wenig heraus. Sophia Gruhn (Nr. 12, Außenangriff) erhielt bisher zwei MVP-Medaillen. Ina Gosen (Nr. 18, Außenangriff), Eva Herrmann (Nr. 4. Außenangriff), Sophie Held (Nr. 7, Mitte) und Pauline Kappmeyer (10, Zuspiel)  kommen auf je eine Auszeichnung.