VIELEN DANK AGATHA!

Interview: Zuspielerin Agatha Janzen verabschiedet sich von den VCO-Damen 1 

OSNABRÜCK. Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben sich am letzten Samstag nach der 2:3-Niederlage beim RC Sorpesee schweren Herzens von ihrer Zuspielerin Agatha Janzen verabschieden müssen. Der Grund aber ist ein freudiger, die 24-jährige erwartet Nachwuchs. Im Sommer 2024 war Janzen aus der 2. VCO-Mannschaft aus der Verbandsliga in den Drittliga-Mannschaft drei Spielklassen hochgerückt und hatte sich dennoch auf Anhieb zu einer spielentscheidenden Kraft entwickelt. Vielen Dank, liebe Agatha, für Deinen tollen Einsatz, zahlreiche super Spiele und viele geniale Trick-Shots.

AGATHA, ES IST SOWEIT. DAS SPIEL GEGEN SORPESEE WAR DEIN LETZTES FÜR DIE VCO-DAMEN – ZUMINDEST FÜR EINIGE ZEIT. DU BEKOMMST NACHWUCHS, GLÜCKWUNSCH. IN WELCHER GEFÜHLSLAGE BEFINDEST DU DICH GERADE?

Ich bin schon ein bisschen traurig. Ich wäre gerne noch ein paar Saison dabei gewesen. Aber trotzdem freue ich mich jetzt natürlich auf die Zeit, die da kommt. Das wird ein ganz neues Kapitel für mich und ganz bestimmt auch sehr aufregend. Ich hätte gerne die Saison zu Ende gespielt, aber mein Körper hat mir Signale gegeben. Deshalb habe ich beschlossen, dass heute mein letztes Spiel war. 

GANZ EHRLICH, WIE VIELE TRÄNCHEN SIND IN DEINEN AUGEN?

Viele, es ist wirklich traurig. 

DU HAST MIT DER 3.UND 2. LIGA AUCH ZWEI SPIELZEITEN MITGEMACHT, DIE TATSÄCHLICH SENSATIONELL WAREN – AUCH DANK DIR.

Ja, wir sind innerhalb der zwei Jahre als Team super zusammengeschweißt, wir verstehen uns so gut und haben uns alle sehr gern gemocht. Es ist traurig, aber nicht zu ändern, jetzt freue ich mich wie bereits gesagt auf das neue Kapitel in meinem Leben. Schade trotzdem, dass es heute zum Abschluss nicht nochmal drei Punkte geworden sind. Damit hatte ich eigentlich im Verlaufe des Spiels gerechnet, dass wir drei Punkte mit einem 3:1 mitnehmen. Am Ende ist es etwas unglücklich gelaufen.

WART IHR EUCH DA VIELLEICHT SCHON ZU SICHER?

Das kann schon sein. Man muss halt weiter mit Disziplin an die Sache rangehen und nicht denken, das Spiel haben wir sowieso schon in der Tasche. Man muss weiter Leistung bringen. Man hat wirklich gesehen, dass Mitte des vierten Satzes und im fünften erst recht jegliche Disziplin in der Abwehr gefehlt hat, in der Annahme, im Aufschlag. Schade, dass wir es heute nicht so durchziehen konnten, wie wir wollten.

WENN DU JETZT ABSCHLIESSEND EINMAL ZURÜCKBLICKST, WELCHE HIGHLIGHTS BLEIBEN DIR AUS DEN LETZTEN ZWEI JAHREN BESONDERS HAFTEN?

Ich komme ganz sicher die nächsten Spiele noch in die Halle und bin dabei. Highlights waren für mich auf jeden Fall jedes einzelne Heimspiel, das ist klar. Wenn ich dann noch an die Auswärtsspiele denke, da war Potsdam zuletzt in der riesigen Arena mit der Atmosphäre ein geiles Erlebnis. Das war schon cool. Aber jedes Spiel in der 2. Liga ist eigentlich eine ganz besondere Erfahrung, wenn man vorher Verbandsliga gespielt hat, Es hat wirklich mega Spaß gemacht.