Stimmen zum 0:3 von den Coaches und Spielerinnen
GUNNAR KRAUS (Trainer VC Osnabrück): „DAFÜR HABEN WIR EIGENTLICH GANZ GUT GESPIELT“
„Acht Stunden im Bus, 6.30 Uhr aufstehen, dafür haben wir es eigentlich richtig gut gemacht. Wir haben heute unsere Leistung nicht bringen können und sind daran nicht selber Schuld. Wir waren halt nicht ausgeruht im Kopf, sonst kann man konstant Leistung bringen. So ist das eigentlich unmöglich: – Potsdam hätte schlecht spielen müssen, wir Glück gebraucht, um zu gewinnen. Was wir spielen können, hat man auch heute zwischendurch gesehen. – Die drei Punkte, die wir hier lassen, sind schade. Aber so ist es nun mal, eigentlich bin ich nicht unzufrieden. Dann holen wir die Punkte woanders, für die Umstände heute können wir nichts. – Die Kulisse und ein Spiel hier in so einer Arena empfinde ich nicht als Belohnung für die letzten Jahre, eher einen Bus mit unserem Vereinslogo drauf, den wir heute gehabt haben. Das finde ich cool.“

MAYA SENDNER (Zuspielerin VC Osnabrück und MVP Silber): „WIR HÄTTEN TROTZDEM BESSER SPIELEN KÖNNEN “
„Dass wir uns nicht so richtig aufwärmen konnten, dürfen wir nicht als Entschuldigung gelten lassen. Wir hätten trotzdem besser spielen können. Wir haben am Anfang etwas geschlafen, im zweiten Satz die ganze Zeit geführt und im dritten zu viele Fehler gemacht. Das kannst du nicht alles auf die Busfahrt schieben: Da sind wir schon selber schuld. – Vielleicht haben sich auch zu viele von der Atmosphäre und Halle beeinflusst gefühlt. Das kannten viele so noch nicht. – Dennoch ist es immer schwer zu sagen, woran es lag. Es waren einfach zu viele Fehler. Alle sind ein wenig eingebrochen und haben nicht gezeigt, was wir die ganze Woche trainieren. Das ist halt schade. – Es wäre sicher wichtig gewesen, Punkte mitzunehmen, aber das haben wir uns selber verbaut. Jetzt kommen zwei Spiele, wo wir Punkte mitnehmen müssen. Da müssen wir wieder unser Selbstvertrauen und unser Spiel finden, dann wird das mit dem Klassenerhalt ganz bestimmt klappen. – Das dritte Mal MVP hintereinander, das fühlt sich schon schön an, gerade weil ich auf neuer Position spiele und das zeigt, dass ich Fortschritte mache. Aber nach so einem Spiel kann man sich darüber irgendwie nicht richtig freuen.“
BJÖRN MATTHES (Trainer SC Potsdam II): „ES WAR DEFINITIV KEIN LEICHTES SPIEL“
„Ich bin super stolz, es war definitiv kein leichtes Spiel. Der VCO hat vorher einen Lauf gehabt, undtrotz der Anreise sich auch schon beim Einschlagen super präsentiert. Wir hatten in den letzten Spielen damit zu kämpfen, dass wir einen Vorsprung verspielt haben. Das hatten wir heute auch, trotzdem haben wir diesmal an uns geglaubt, das umzubiegen. Das hat den Unterschied ausgemacht. — Es waren gleichwertige Gegner, die sich nichts geschenkt haben. Es war deshalb ein sehr schönes und von der Qualität her gutes Spiel. Bei knappen Sätzen kann es so oder so laufen. Vielleicht war das Glück auch auf unsrer Seite. Ich bin insgesamt sehr zufrieden, weil wir kühlen Kopf bewahrt haben. – Wir müssen von den Anlagen her in der Tabelle schon nach oben gucken, denke ich. Auf der anderen Seite sind wir in großen Teilen eine Nachwuchsmannschaft mit zwei, drei Mädels, die uns stabilisieren sollen, ohne vorher groß 2. Liga gespielt zu haben. In sofern müssen wir uns erstmal beweisen. Rein theoretisch glauben wir, oben mitspielen zu können. Das muss man jedoch dann auch zeigen und nicht so lange Fehlerserie zulassen. Da arbeiten wir dran, und wenn uns das bis zum Saisonende gelingt, dann sehe ich uns doch eher tendenziell in den oberen Tabellenregionen. Trotzdem bin ich lange genug im der Jugend dabei, da braucht man Geduld. Mal gucken, ich bin gespannt, das Potenzial ist da.“


