VCO-DAMEN I VERLIEREN GEGEN VCO MÜNSTER

Stimmen zur 1:3-Auswärtsniederlage von den Coaches 

GUNNAR KRAUS (Trainer VC Osnabrück)

WIR HATTEN KEINE ABWEHR, KEINEN BLOCK. DAS WAR DAS PROBLEM

„Eigentlich ist die Enttäuschung nicht ganz so groß. Ich ärgere mich aber schon über die Art, wie wir verloren haben. Dass man gegen diese Mannschaft verlieren kann, darüber kann man nicht enttäuscht sein. Da ist schon große Qualität vorhanden. Münster hat trotzdem einen ganz einfachen Volleyball gespielt, den aber auf eine ganz ungewöhnliche Art und Weise. 2,04 Meter als Gegenangreiferin hatten wir noch nicht. Und bis wir das kapiert haben, wie wir dann stehen müssen, da war es schon zu spät. Die Annahme war außerdem nicht gut, Münster hat dennoch ziemlich gut aufgeschlagen. Es war bei uns trotzdem wahrscheinlich Kopfsache  – Ich fand, dass wir am Anfang nicht ausgestrahlt haben, dass wir hier heute gewinnen wollen. Wir haben zugeguckt, was können die so.  Ach, dann warten wir halt mal noch einen Satz. Im zweiten Satz habe ich in einer Auszeit gefragt: auf was warten wir hier heute? Ihr wartet auf eine Chance – die kommt aber nicht, wenn ihr die euch nicht selber erarbeitet. – Merit und Jana haben den Einstieg bei ihrer Einwechselung super geschafft, obwohl das dann ein bisschen verpufft ist – Münster war am Anfang stark, die haben aus jeder Annahme einen Punkt gemacht, ansonsten passieren mehr Fehler.  Mitte des ersten Satzes hatten wir dann nach einer leichten Führung den Hänger. Da war mir beinahe schon klar, gegen die holen wir keine vier Punkte auf. Wir hatten keine Abwehr und keinen Block. Das war das Problem. – Fünf Spiele sind jetzt noch, da müssen wir gucken, wie wir das angehen. So wie heute  war die Art und Weise nicht gut. Darüber müssen und werden wir reden. Man hätte das Spiel trotz allem auch gewinnen können.  Nächste Woche wird es nicht einfacher, auch wieder ein Auswärtsspiel in Düsseldorf.“

MARC D´ANDREA (Trainer VCO Münster)

Unsere offensive Strategie hat weitestgehend gut geklappt“

„Wir haben versucht, sehr viel Aufschlagdruck zu entwickeln. Wir haben im Hinspiel gemerkt, dass der VCO dann ziemlich viel Struggle bekommt. Außerdem mussten wir personell umstellen, weil Diane morgen für den USC das Pokalfinale spielt. Deshalb mussten wir eine offensive Strategie spielen., das hat über weite Strecken sehr gut geklappt. – Dass wir im Gegensatz zum ersten Saisonspiel eine geringere Fehlerquote haben, war erwartbar. Meine Spielerinnen haben letztes Jahr alle noch Bezirksliga oder Verbandsliga gespielt, deshalb ist eine geringere Fehlerquote beim Aufschlag auch ein Ausbildungsziel. – Unsere Annahme war heute deutlich besser als beim Gegner. Wir haben aber auch ein bisschen mehr Druck gemacht als die, das muss man fairerweise sagen. Für uns kann ich aber trotzdem feststellen, dass wir das in der Annahme gut gemacht haben und dort ziemlich stabil waren. – Insgesamt haben wir super talentierte Mädchen, Dass wir uns dann im Laufe eines Jahres entwickeln, ist jedes Jahr so. Jede Rückrunde ist absolut immer besser als die Hinrunde. Ausnahme war das Spiel in Hürth, da waren wir nach den Ferien noch überhaupt nicht da. Danach haben wir zwar auch mal verloren, aber immer gepunktet. — Was den Jahrgang betrifft, das sind ja hauptsächlich 2008er, der ist bärenstark. Mit der Anzahl der Spielerinnen gehören wir in Deutschland sowieso zur Spitze. Was hier teilweise an Niveau passiert, zum Beispiel eure Franzi (Heil), das ist schon sensationell – Ein Ziel für die restlichen Spiele auszurufen, ist schwierig, da immer wieder wer bei Nationalmannschaften oder Beachlehrgängen ist. Jedes Wochenende ist bei uns neues Glück.“