Stimmen zum 0:3 von den Coaches und Spielerinnen
PHILIPPE QUISTORFF (Trainer VC Osnabrück)
„WIR HABEN DAS MÖGLICHSTE VERSUCHT, ES HEUTE ABER NICHT GESCHAFFT“
„Ich fand, wir waren heute nicht unbedingt chancenlos, sondern haben unsere Chancen nicht ausgenutzt. Wir haben insgesamt nicht unser Spiel gespielt und von Anfang an nicht Druck gemacht. Wir haben trotzdem das Möglichste versucht, aber es heute nicht geschafft — Es ist als Trainer frustrierend zu sehen, wenn man seine Mittel nicht ausschöpft, die man hat und man teilweise mit Handbremse spielt. Dabei werden wir den Mädels aber weiter helfen. Die Qualität unserer Aufschläge wie sonst war nicht da. Wir haben zu viele Fehler gemacht. – Bonn ist routiniert, gut organisiert und macht den Punkt tot, wenn es notwendig ist. Die sind Vierter, wir sind Achter – die wollten hier unbedingt gewinnen. Das ist eine Mannschaft, die keinen Druck hat und deshalb auf die volle Punktzahl gehen kann. – Nächste Woche in Cloppenburg müssen wir gewinnen, viel weiter müssen wir nicht denken.“

LISANNE MASSELINK (MVP Silber und Kapitänin VC Osnabrück)
„SCHADE; DASS WIR VOR DIESER KULISSE NICHT GEZEIGT HABEN, WAS IN UNS STECKT“
„Wir haben heute nicht den Hauch einer Chance gehabt. Zum Schluss waren wir zwar nochmal ein bisschen dran, aber dann hat es trotzdem nicht mehr für mehr gereicht. – Es hat sich zwischendurch so angefühlt, als hätten wir noch nie Volleyball gespielt. Dann ist das Selbstbewusstsein natürlich komplett im Keller. Wir wissen alle, dass wir ganz anders spielen können, gerade auch in einem Heimspiel. – Bonn ist sicher motiviert hier angereist, aber die Körpersprache fand ich nicht besonders einschüchternd Wir haben einfach nicht das abrufen können, was wir sonst können. – Dass wir zuletzt wenig gespielt haben, hat glaube ich nicht irgendwas mit uns gemacht. Wir stehen ja immer noch gut da in der Tabelle. Das Spiel nächste Woche in Cloppenburg wird trotzdem natürlich nochmal ein wichtiges Spiel. Wir haben es weiter selbst in der Hand. – Was heute die Halle betrifft, es waren mega viele Zuschauer da, sogar der VIP-Bereich musste erweitert werden. Schade dann nur, dass wir es heute nicht aufs Spielfeld bringen konnten und gezeigt haben, was eigentlich in uns steckt.“
ROBERT KRONER (Trainer SSF Bonn)
„OSNABRÜCK IST EINE GUTE MANNSCHAFT, DIE UNS NICHT LIEGT“
„Wir spielen im Moment sehr gut, das hat man auch letzte Woche in Düsseldorf gesehen. Auswärts gefällt uns diese Saison. Sicher hatte man immer irgendwie das Gefühl, dass wir hier gewinnen, Trotzdem war das nicht einfach hier heute – viele Leute, eine sehr laute Halle, macht schon einiges her hier in Osnabrück. Wir waren vorher angespannt, eine neue Halle – aber mit den vielen Siegen im Rücken fällt vieles leichter. Die Aufschläge haben gut funktioniert und das war dann auch der Schlüssel. – Wir haben sehr solide gespielt, hätten vorne an der ein oder anderen Stelle noch entschlossener sein können, aber der Aufschlag hat es gebracht. Deshalb kriegt Sophie wahrscheinlich die MVP-Medaille, weil sie viele Serien von der Linie hatte. So laufen die Sätze natürlich einfacher mit einer schnellen Vier-, Fünf-Punkte-Führung. Dann hat man Rückenwind und Rhythmus. – Über das verlorene Hinspiel ärgere ich mich gar nicht so, Osnabrück ist eine gute Mannschaft, die uns nicht liegt mit der großen Zuspielerin. Dazu haben wir uns vorher die ganze Woche Gedanken gemacht, wie wir dagegen spielen mit unserer kleinen Außenangreiferin. Das war im Hinspiel unser großes Problem, dass Clara nicht so durchkam. Heute stand aber die Block-Defense von Osnabrück nicht so gut wie im Hinspiel. – Wir sind jetzt Vierter, die ersten Drei sind schon noch besser. Wir haben irgendwann mal Platz vier als Ziel auserkoren, was mit Potsdam und Düsseldorf hinter uns nicht einfach wird. Vor der Saison war das Ziel Klassenerhalt.“


