VCO-DAMEN I VERLIEREN GEGEN SC POTSDAM II

Stimmen zur 1:3-Niederlage von den Coaches und Spielerinnen

GUNNAR KRAUS (Trainer VC Osnabrück)

ES WAREN IMMERHIN SCHON ZWEI GUTE SÄTZE“

„Ich sehe das zweigeteilt. Die ersten zwei Sätze haben wir so gespielt, wie ich mir das erhofft hatte mit einer Entwicklung nach vorne. Da wäre natürlich schön gewesen, wenn wir schon den ersten Satz gewonnen hätten: Dann gab es den Abfall im dritten Satz, was für uns in der Vergangenheit schon mal weg war, jetzt aber wieder da ist. Und der letzte Satz sorgt natürlich dafür, dass man enttäuscht nach Hause geht – Es wäre ja okay gewesen, wenn man so ein Spiel am Ende verliert, aber man darf sich nicht so abschlachten lassen zum Schluss. Nach einer Auszeit gab es nochmal fünf Punkte in Folge, da kam nochmal was, danach dann aber gleich wieder nicht – Wir können die Schiedsrichterentscheidungen leider nicht beeinflussen, es gibt in allen Spielen Fehlentscheidungen und das war eine klare. Das war natürlich voll doof. Wir müssen halt weiter an der Konstanz arbeiten und hart und konzentriert trainieren. – Potsdam hatte heute eine gute Annahme, deshalb lässt sich sagen, dass wir nicht konstant gut aufgeschlagen haben. Die waren außerdem sehr athletisch, das sind sie aber alle in der Liga, und im Block sehr präsent. – Wir sind trotzdem auf einem richtigen Weg. Heute waren es immerhin schon zwei gute Sätze, der Rest wird kommen.“ 

Foto: Martin König

DINA DELL (Libera VC Osnabrück und MVP Silber)

ICH WAR VORHER SEHR NERVÖS“ 

„Natürlich sind einige von uns nach so einem Spiel genervt. Aber hätten wir den ersten Satz gewonnen, wäre das Spiel wahrscheinlich anders gelaufen. Klar, haben wir am Ende nachgelassen, aber das ist nichts, was wir nicht noch beheben können. – Beim 26:26 im ersten Satz, die Entscheidung war schon richtungsweisend, deshalb regen sich viele darüber auf. Aber am Ende muss man auf seine eigene Leistung gucken. – Was die Konstanz betrifft, da haben wir letztes Jahr auch vier Spiele gebraucht, bis das besser wurde. Ich denke, dass kommt jetzt auch noch in den kommenden Spielen, auch wenn wir gedacht haben, dass das diesmal schneller klappen könnte. – Potsdam hatte uns heute die Konstanz voraus. Unsere Annahme war ganz gut, da haben wir am Ende aber auch stark nachgelassen. Die haben ihr Spiel durchgezogen, wir zum Schluss aufgegeben. – Wie man sieht, ist es bei uns im Moment noch ein mentales Problem, dass wir unsere Leistung nicht konstant anrufen. Wir müssen darüber reden, das wird uns helfen. Das kennen wir als Team schon aus der letzten Saison.  – Die MVP-Medaille Silber, das freut mich persönlich sehr, das ist schon krass. Daran hätte ich vor drei Jahren nie gedacht, ich in der 2. Liga und dann noch MVP. Ich war vorher sehr nervös, weil ich das erste Mal Starter war in der 2. Liga, das wussten alle. Ich merke aber, dass das Training bei mir viel bringt.“

BJÖRN MATTHES (Trainer SC Potsdam II)

DAS WAR HEUTE AUCH EINE FRAGE DER MENTALITÄT“ 

„Jedes Spiel ist einen neue Challenge, eine neue Herausforderung. Deshalb war heute nicht viel mehr Druck trotz der ersten beiden verlorenen Spiele. Wir sind noch am Anfang der Saison. Aber schöner ist es trotzdem, jetzt gewonnen zu haben, gar keine Frage. In den ersten beiden Spielen haben wir vielleicht aus eigener Dummheit was liegen lassen. Der Sieg heute sollte uns deshalb jetzt mehr Sicherheit geben. – Ich glaube schon, dass Osnabrück alles reingehauen hat. Ich kenne das aber auch von uns, wenn man in eine enge Situation reingekommen ist und sich was ausgerechnet hat, dann ist es auch eine Frage der Mentalität. Vielleicht waren wir da heute, natürlich nicht in jeder Phase, ganz klar,, aber in zwei, drei Situationen zwingender als die. –  Wir sind noch lange nicht an dem Punkt, dass wir unseren besten Volleyball spielen. Aber mit so einer jungen Mannschaft muss man das, was man kann, auch erstmal aufs Parkett bringen. Da fehlt uns noch ein bisschen die Konstanz bei einigen Elementen. Daran arbeiten wir und werden uns von Spiel zu Spiel steigern. – Erstes Ziel von uns ist der Klassenerhalt, letztes Jahr war es viel zu knapp. Ich traue uns dennoch das gesicherte Tabellenmittelfeld zu, wenn alles passt. Generell ist die 2. Liga ausgeglichen genug, ich weiß nicht, was in Osnabrück noch für Potenzial steckt, das weiß der Trainer besser. Es gibt jedoch noch andere Aufsteiger, die nicht so super aufgerüstet sind wie Düsseldorf.“