VCO-DAMEN I VERLIEREN GEGEN RC SORPESEE

Stimmen zum 2:3 von den Coaches und Spielerinnen

GUNNAR KRAUS (Trainer VC Osnabrück)

SORPESEE HAT IM VIERTEN SATZ DURCH UNS WIEDER ANGEFANGEN, AN SICH ZU GLAUBEN

„Drei Punkte waren drin. Unser Plan ist aufgegangen, die sich austoben zu lassen und abzuwarten. Es war nur deren erste Satz so druckvoll. Danach hat alles bis in den vierten Satz perfekt geklappt. Dann hat man jedoch gemerkt, dass alle Elemente leider schlechter wurden außer der Aufschlag. Da haben wir auch ein bisschen die Disziplin auf dem Feld verloren und teilweise gespielt, wie ein wilder Hühnerhaufen. So kann man halt nicht gewinnen. Wir trainieren zu kurz, da ist der Tiebreak von der Zeitdauer her nie drin. – Wir haben aber immerhin bis in den vierten Satz auf allen Ebenen Druck gemacht – Angriff, Block, Aufschlag, danach nur noch im Aufschlag. Das ist zu letztlich wenig und Sorpesee hat dadurch wieder angefangen, an sich zu glauben. Deshalb ärgere ich mich, wie wir Satz vier und fünf weggeben. Da war dann keine Gegenwehr mehr. – Trotzdem, grundsätzlich bin ich sehr zufrieden. Unsere mentale Stärke ist leider noch nicht auf dem Level unseres Spielniveaus mittlerweile. Daran arbeiten wir aber fleißig, auch an der Feldabwehr, das wird immer besser. Spielerisch sind wir insgesamt bereits auf einem echt guten Niveau für die 2. Liga – Wenn wir immer mindestens einen Punkt aus den kommenden vier Spielen mitnehmen, manchmal auch zwei oder drei, wäre das doch geil.“

Bild: Hellocedii

MERIT DRESING (Außenangreiferin VC Osnabrück)

IM ZWEITEN UND DRITTEN SATZ HABEN WIR ECHT GUT GESPIELT

„Ich bin schon enttäuscht, wir hätten es im vierten Satz zumachen können. Wir haben ja sehr hoch geführt. Wir wollten weiter unbedingt, aber es klappt dann einfach plötzlich nicht. Wir haben gemerkt, Sorpesee ist lauter geworden, wir leiser, haben trotzdem weiter an den Sieg geglaubt. Uns fehlt in dem Augenblick vielleicht noch etwas Erfahrung und die Konstanz. – Wir haben im zweiten und dritten Satz echt gut gespielt. Im ersten mussten wir reinfinden, vielleicht haben wir aber auch ein bisschen noch geschlafen. – Das Spiel heute zwischen zwei freien Wochenenden war schon ein bisschen schwierig, weil der Rhythmus im Training ein anderer war. Das hat man gemerkt, wenn man eine Woche etwas sparsamer trainiert. Dann ist man etwas raus, das darf dennoch keine Ausrede sein.“

MARTIN BARTHEL (Trainer RC Sorpesee)

AUSSCHLAG WAR VIELLEICHT EIN BISSCHEN DIE HEIMSPIELUNTERSTÜTZUNG

„Das Ergebnis war am Ende schön, da freut sich ein Trainer natürlich drüber, vor allem, dass wir das im vierten Satz noch gedreht haben mit ein klein bisschen Glück, aber auch mit vielen Emotionen. Dennoch auch Respekt an Osnabrück, die haben bedauerlicherweise das gemacht, was ich mir von meinem Team erhofft hatte, nämlich sehr offensiv geblockt und mutig aufgeschlagen. Deshalb haben wir auch sehr lange gebraucht, bis wir diesen Rhythmus besser gefunden haben. Im vierten Satz war es letztlich auf Augenhöhe, ein Schlagabtausch mit dem glücklicheren Ende für uns.– Ich finde das Ergebnis trotzdem nicht ganz unverdient, weil wir sehr viel reingeworfen haben in die Waagschale. – An der Erfahrung hat der Verlauf zum Schluss glaube ich nicht gelegen, weil wir extrem junge Laute auf dem Feld hatten. Unsere beiden Mittelblockerinnen sind 17, unsere Diagonalspielerin, die heute Antonia wegen Infekt vertreten hat, ist auch 17. Insofern haben wir auch noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung. Es war vielleicht ein bisschen Heimspielunterstützung; Die Fans haben uns ständig gepusht. – Warum wir so eine Serie zuletzt spielen hat den Grund, wir trainieren. Es klingt blöd, ist aber tatsächlich so. Wir hatten einen größeren Umbruch diesmal vor der Saison und mussten viele junge Leute aus der eigenen Jugend einbauen. Wir haben sechs erfahrenere Spielerinnen, den Rest aus der Jugend – Landesliga, Oberliga. So etwas braucht Zeit für die Abläufe. – Abschließend muss ich sagen, ich sehe in erster Linie immer erstmal unsere Leistung, weil ich ein Entwickler bin. Ich überlege jetzt schon, was kann ich machen, um der Mannschaft noch weiterzuhelfen – wo sind die nächsten Stepps? Aber nach so einem Spiel kann ich schon mal sagen: prima! Dazu gehört was leckeres Essen und den Abend schön ausklingen lassen.“