VCO-DAMEN I GEWINNEN GEGEN SCHWERINER SC II

Stimmen nach dem 3:1-Heimsieg von den Coaches und Spielerinnen

PHILIPPE QUISTORFF (Trainer VC Osnabrück)

„WIR MUSSTEN UNS DIE PUNKTE ERKÄMPFEN“

„Ich habe mich beim Matchball beim Aufspringen fast verletzt. Ich bin begeistert von der Art und Weise, wie wir gespielt haben. Wir waren flexibel, haben viel Disziplin gezeigt und konsequent gespielt.Heute war ein perfekter, schöner Tag für uns. – Ob Schwerin heute nicht seinen besten Tag gehabt hat? Der Verlierer macht nie sein bestes Spiel, das ist klar. Du musst die Mannschaft dann trotzdem so unter Druck setzen, dass sie auch tatsächlich verliert. Das haben wir geschafft. Wir mussten uns die Punkte erkämpfen, obwohl die immer wieder versucht haben, den Druck zu erhöhen. Das haben unsere Mädels sehr gut gemacht. – Nach dem ersten Satz haben wir uns gesammelt und gesagt, wir sind trotz der letzten Punkte von Schwerin dran und müssen die blöden Fehler wie Missverständnisse abstellen. Dann wird es laufen. Danach haben wir schließlich viel weniger einfache, individuelle Fehler gemacht. – Was den Block betrifft, das haben wir geübt. Schwerin hat lange Angreiferinnen, die technisch sauber angreifen. Das erleichtert, einen richtigen Block zu stellen. – Das Ergebnis bringt ein wenig Sicherheit in der Tabelle, aber für die nächsten Spiele in Münster bedeutet das nichts.“

Bild: Martin König

LISA LAMMER (Mittelblockerin VC Osnabrück und MVP GOLD)

ES WAR EINE ABSOLUTE MANNSCHAFTSLEISTUNG“ 

„Dass Dennis das mit dem MVP verwechselt hat,kostet einen Fünfziger in die Mannschaftskasse. Nein, jeder hätte es heute verdient gehabt, es war eine absolute Mannschaftsleistung: Ich freue mich natürlich trotzdem über die MVP-Medaille – Die Erleichterung ist sehr, sehr groß. Wir sind heute mit Gänsehautfeeling ins Spiel gegangen, weil wir wussten, dass es ein wichtiges und kein einfaches Spiel wird  Umso schöner ist, dass wir die drei Punkte behalten haben. – Nach dem ersten, verlorenen Satz war das Gefühl fifty-fifty, was die Enttäuschung betrifft. Wir wussten, dass wir es im zweiten Satz auf jeden Fall besser machen können. Das war ja dann auch so. Nach der Pause war außerdem klar, dass Schwerin nach dem Satzausgleich stärker wieder rauskommen würde und wir uns am Riemen reißen müssen. Uns war bewusst, dass wir Punkt für Punkt weiter kämpfen müssen. — Im vierten Satz hat man gesehen, dass Schwerin nochmal zurückgekommen ist. Vielleicht haben die heute  nicht ihr ganzes Können ausgeschöpft. Wir hatten dennoch schon das Gefühl, dass wir den nicht mehr abgeben, Aber in der Schlussphase war es trotzdem eine sehr gute Leistung von denen. – Wir können nächste Woche sicher etwas befreiter am Doppelspieltag aufspielen, aber wir haben noch Ziele. Wir spielen immer, um zu gewinnen, und noch ist die Liga nicht gehalten.“

ARNE KRAMER (Trainer Schweriner SC II)

MIR HAT ÜBERHAUPT NICHT DIE AUSSTRAHLUNG MEINER MÄDELS GEFALLEN“

„Ob ich enttäuscht bin, würde ich gar nicht sagen. Nach dem Auftritt verspüre ich ein bisschen Arger, ich bin sauer, wie meine Mädels hier heute aufgetreten sind. Mir hat überhaupt nicht die Ausstrahlung gefallen; der Kampfgeist: Es hat die Konzentration gefehlt, die einfachen Dinge erstmal solide auszuführen. Wir sind die ganze Zeit dem Spiel nur hinterhergerannt, anstatt unser Ding auf die Platte zu bringen. – Auch auswärts konzentriert aufzutreten, das müssen die Mädels unbedingt lernen. Auswärts haben wir schon ein wenig damit zu tun, unsere Leistung abzurufen. Aber dass darf keine Ausrede sein. Natürlich sitzen wir vier Stunden im Bus, sind dennoch früh genug hier, können uns entspannt vorbereiten. Dann müssen es die Mädels mit so einer Vorbereitung hinkriegen, die grundlegenden Sachen zu machen, wie sie die jeden Tag im Training zuhause auch tun. – Ganz offensichtlich haben wir es nicht geschafft, nachdem wir im ersten Satz noch aufgeholt haben, unsere Leistung dann weiter abzurufen. Jetzt überwiegt zunächst mal der Ärger und dann gilt es zu überlegen, wie wir das verbessern können.“