Stimmen zum 3:1 von den Coaches und Spielerinnen
GUNNAR KRAUS (Trainer VC Osnabrück)
„DISZIPLIN STEHT IMMER ÜBER ALLEM“
„Es war eine Teamleistung, ein schönes Spiel war es nicht. Cloppenburg ist halt auch unangenehm zu spielen. Die hauen drauf wie auf kaltes Eisen. Die Aufschläge sind, wenn sie denn dann kommen, sehr gut. Wir haben dann Glück gehabt, dass sie die in einigen Phasen dann verschlagen haben. – Unser Selbstbewusstsein ist schon ziemlich angeknackst gewesen nach den drei Niederlagen und dem 0:3 gegen Bonn. Deshalb ist es sehr schön, gewonnen zu haben – auch punktemäßig deutlich, wenn es sich auch nicht so angefühlt hat. Den Rest müssen wir jetzt weiter aufbauen für die letzten beiden Spiele. – Wir wissen aus den letzten Spielen, dass manche Dinge nicht so klappen können, wie wir das wollen. Wir haben deutlich gemacht, dass Disziplin immer über allem steht – egal ob es läuft oder nicht. Wir müssen immer diszipliniert weiterspielen. Zwischendurch im dritten Satz haben wir die Disziplin verloren, da hat jeder Harakiri gespielt. Danach haben wir uns wieder drauf besonnen und schon haben wir wieder besser gespielt. Wir haben nur kurz im dritten Satz unseren Faden verloren, dann war er wieder da. Wir sind besser besetzt und haben größere Qualitäten als Cloppenburg.“

LISA LAMMERS (Mittelblockerin VC Osnabrück)
„ES HAT SICH WIEDER GEZEIGT, DASS JEDER IM TEAM SUPER WICHTIG IST“
„Ich bin mit viel Nervosität ins Spiel reingegangen: a) weil es mein altes Team ist und b) weil es hier letztes Jahr für mich mit einer Wadenverletzung auch nicht so gut ausgegangen ist und wir verloren haben. Deshalb war es Kopfsache und deshalb bin ich sehr froh, dass wir den Sieg nach Hause gebracht haben. – Es war wichtig, dass wir uns heute mal wieder zusammengerissen haben und sich jeder gesammelt und auf sich konzentriert hat. Schön, dass wir das Spiel als Team gewonnen haben. Jeder der aufs Feld gekommen ist, hat einen richtig guten Job gemacht. Auch Karlotta, der dann gleich ein grandioser Blockpunkt gelungen ist, das war super wichtig. Maja, die zum Schluss auch noch gleich ihr Up gemacht hat. Da zeigt sich, dass jeder im Team super wichtig ist – sowohl im Training als auch im Spiel.“
JAKUB BRYS (Trainer TV Cloppenburg)
„IM DRITTEN SATZ WAR PLÖTZLICH WIEDER HOFFNUNG DA“
„Wir haben im ersten Satz gut angefangen und einen Vorsprung erspielt. Leider haben wir danach nachgelassen und Osnabrück hat uns im ersten Satz noch überrollt. Im zweiten Satz haben wir den frühen Rückstand nicht mehr einholen können, weil wir zu viele Annahmefehler hatten. Im dritten Satz sind wir immer besser geworden und haben den Vorsprung ausgebaut, da war plötzlich wieder Hoffnung da. Wir wollten dann auch im vierten Satz unbedingt kämpfen für den Tiebreak, aber Osnabrück hat sich zurück gekämpft und uns haben wieder Annahmefehler große Probleme bereitet. Dazu kam der Ausfall von Ilona (Dacevic), was wir mit unserer kleinen Ersatzbank nicht ausgleichen konnten. – Grundsätzlich haben wir es aber nicht schlecht gemacht, die Motivation und der Kampfwille waren auch beim 0:2 noch da, gerade im Derby gegen Osna. Wir wollten auch da noch 3:2 gewinnen. Schade, dass es nicht geklappt hat. – Ja, die Konstanz – ich sage immer, wir müssen wiederholbar sein. Wenn du zwei gute Aufschläge machst, warum geht dann der dritte ins Netz, als Beispiel. Die Gewinnpunkte, die müssen wir wiederholen und wiederholen, so kriegt man Konstanz. Das gelingt uns in dieser Saison zu wenig. Wir spielen zwei, drei Ballwechsel gut, dann zwei-, dreimal schlecht. – Nach einer Niederlage geht man natürlich mit einem schlechten Gefühl nach Hause. Bei einer 2:3-Niederlage wäre die Laune vielleicht besser gewesen. Ich habe mehr erwartet, wir haben von uns mehr erwartet. Wir müssen die Niederlage aber annehmen und werden weiter arbeiten, die Fehler analysieren und korrigieren. die wir auch heute wieder gemacht haben. Mehr bleibt uns nicht übrig.“


