VCO-Damen treffen im nächsten richtungsweisenden Heimspiel auf BSV Ostbevern
OSNABRÜCK. Die 2. Liga Nord biegt ins letzte Saisondrittel ein und die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück wollen am Samstag (7.2., 19.30Uhr) mit einem Heimsieg den nächsten Schritt Richtung Klassenerhalt gehen. Nach der anstrengenden Auswärtsreise nach Potsdam und einer 0:3-Niederlage, soll für die VCO-Damen (8., 20 Punkte) das Derby gegen den BSV Ostbevern (10. Platz, 18 Punkte) in der Schlosswallhalle wieder eine Wende zum Positiven bringen. Passend zum Derby hat sich Osnabrücks Oberbürgermeisterin Katharina Pötter für einen Besuch angekündigt. Im Verkauf sind die frisch eingetroffenen neuen VCO-Fanschals.

QUISTORFF: „WIR MÜSSEN GUTEN VOLLEYBALL SPIELEN“
Die beiden VCO-Trainer Philippe Quistorff und Gunnar Kraus mussten im Hinspiel beim 1:3 einen Blackout ihres Teams in der ersten Stunde erleben. Das ist aber Schnee von gestern, seitdem haben sich die VCO-Damen deutlich entwickelt und möchten das jetzt auch im Rückspiel vor heimischer Kulisse dem Gegner spüren lassen. Der stimmungsvolle Rahmen sollte einmal mehr extra motivieren, wenn auch „ein paar Problemchen“ drücken. Neben der langzeitverletzten Charlotte Berelsmann muss nun seit letztem Wochenende auch Außenangreiferin Maria Koop (Fußverletzung) passen. Auf der anderen Seite kehrt die zuletzt studienbedingt fehlende Mitte Maja Lange in den Kader zurück.
„Wir sind in der Phase angekommen mit Verletzungen, Krankheiten und Studienklausuren. Wir müssen halt mit den Leuten performen, die uns zu Verfügung stehen“, will Trainer Philippe Quistorff das Thema nicht groß aufnehmen. „Das wird dennoch die Herausforderung, aber die gilt es für alle Mannschaften mal mehr oder mal weniger zu bestehen. Ich hoffe, die Erkältungswelle schlägt bei uns nicht zu dolle zu.“
Trotz des 0:3 am vergangenen Samstag sieht der Coach sein Team insgesamt auf einem richtigen Weg nach zuletzt „zweieinhalb guten Sätzen“ in Potsdam. „Unser Aufschlag ist wieder besser gekommen, da werden wir weiter dran arbeiten. Potsdam hat aber auch eine sehr gute Block-Feldabwehr gespielt. Darin waren die besser als wir, gerade bei den längeren Ballwechseln“, hat Quistorff analysiert. „Ostbevern ist ein ungemütlicher Gegner für uns. Wir müssen deshalb guten Volleyball spielen und dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Die Umstände werden aber besser sein als in Potsdam und dann hoffen wir mal, dass wir gewinnen.“
VCO-Zuspielerin Maya Sendner spricht ihrem Team ebenfalls Mut zu. „Jetzt kommen mit Ostbevern und Cottbus zwei Spiele, wo wir Punkte mitnehmen sollten. Wir müssen wieder unser Selbstvertrauen und unser Spiel finden, dann wird das mit dem Klassenerhalt klappen.“
OSTBEVERN TROTZTE IM HINSPIEL ZWEI VERLETZUNGEN
Das Hinspiel dürfte immer noch in den Köpfen von beiden Mannschaften drin sein. Ostbevern hatte Anfang November mit zwei schweren Verletzungen zu kämpfen. Das VCO-Team erwischte einen Katastrophenstart und konnte die 1:3 (15:25, 11:25, 25:17, 21:25)-Niederlage trotz Chancen im vierten Satz nicht mehr abwenden.
Die Gäste aus dem Münsterland liegen aktuell zwei Punkte hinter dem VCO mit einem Spiel weniger (sechs Siege, neun Niederlagen, 18 Punkte). Im Jahr 2026 gab es bisher zwei Siege (Cloppenburg, Schwerin II) und zwei Niederlagen (Düsseldorf, Emlichheim), zuletzt einen 3:2-Heimsieg gegen den Schweriner SC II. Die Auswärtsbilanz weist einen Sieg und fünf Niederlagen aus. Aber aufgepasst, Derbys haben ihre eigenen Gesetze und die Anreise der Münsterländerinnen ähnelt eher der eines Heimspiels.
Wichtige Spielerinnen im Team von Trainer Dominik Münch sind Kapitänin Kathrin Pasel (Nr. 3, 3 x MVP) und ihre Kollegin auf Außen Marie Kolkmann (Nr. 8, 2 x MVP) sowie die Diagonale Sophia Kerkhoff (2 x MVP), die im Hinspiel für die meisten Punkte sorgten. Aber auch die Mitte in Person von Lea Peters und Hannah Theis (beide ehemals SV Bad Laer) hat ihre Qualitäten. Der VCO muss sich auf einen kampfstarken, unbequem zu spielenden Gegner einstellen.


