VCO-Damen wollen beim SC Potsdam II die Hinspiel-Niederlage korrigieren und punkten
OSNABRÜCK. Die unangenehme Pflicht am vergangenen Wochenende mit dem 3:1-Sieg beim VCO Münster ist erfüllt, nun wollen die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück beim SC Potsdam II (Sa. 31.1., 16 Uhr, MBS Arena, Olympischer Weg 6, Potsdam) die nächsten Punkte und den achten Saisonsieg diesmal auch ohne Druck einfahren. Platz sechs (20 Punkte, 15 Spiele) ist für die VCO-Damen als Aufsteiger eine schöne Momentaufnahme, der derzeitige Tabellenneunte (16 Punkte, 13 Spiele) aus der Hauptstadt Brandenburgs möchte aber sicher daran kratzen. Die lange Reise im Bus hin und zurück am Spieltag soll für den Ausgang der richtungsweisenden Partie keine große Rolle spielen. VCO-Trainer Gunnar Kraus erwartet ein enges Spiel.

KRAUS: „DAS WIRD WOHL EIN SPIEL AUF AUGENHÖHE“
Der ganz große Druck ist für den VC Osnabrück nach dem vergangenen Wochenende erst einmal weg, dennoch gibt es in Potsdam in einem Direktduell im Tabellenmittelfeld weiter wichtige Punkte zu gewinnen. Das Selbstvertrauen im VCO-Lager ist gewachsen, wie Trainer Gunnar Kraus verrät. „Wir haben jetzt eine gute Ausgangslage für den Rest der Saison. Allerdings wissen wir auch von unserer Auswärtsschwäche. Auf der anderen Seite haben wir uns im Vergleich zum Hinspiel enorm gesteigert. Deswegen glaube ich, dass es auf jeden Fall zu Punkten reichen wird.“
Das Hinspiel spielt in den Köpfen vom Trainerteam Kraus/Quistorff keine Rolle mehr, dafür haben sich beide Teams weiterentwickelt, wie Kraus feststellt – gerade sein Team. Osnabrücks Coach wünscht sich trotzdem eine Leistungssteigerung zum letztenDoppelspieltag-Wochenende. „Unsere Form ist insgesamt ziemlich gut, die Tagesform war in Münster leider aber mal nicht so gut. Dort haben wir bestimmt nicht geglänzt. Deshalb hoffe ich auch auf eine Antwort von meinen Mädels auf dem Parkett“, so Kraus und schiebt eine Warnung hinterher. „Potsdam ist sicher ein Gegner unserer Kragenweite. Wenn wir allerdings schlecht spielen, können wir auch verlieren.“
SC POTSDAM II IST JETZT EIGENTLICH SC POTSDAM I
Der SC Potsdam hatte sich in den letzten Jahren im deutschen Frauen-Volleyball durch die Erstliga-Teilnahme einen klangvollen Namen erarbeitet. Die Nachwuchs-Strukturen sind bestens, doch nach der Abmeldung der 1. Damen aus finanziellen Gründen vor der Saison, befindet sich der Verein gegenwärtig in einer neuen Findungsphase. Die unter dem Namen SC Potsdam II laufende Mannschaft in der 2. Liga Nord ist momentan eigentlich die Potsdamer Erste. Die Heimspielstätte ist die moderne, 2050 Zuschauer fassende MBS Arena, auf die sich die VCO-Damen freuen dürfen
Aktuell stehen für den SCP sechs Siege und sieben Niederlagen (16 Punkte) zu Buche. Die Heimbilanz weist einen Sieg, den allerdings gegen den Tabellendritten Hildesheim, und fünf Niederlagen aus. In diesem Jahr 2026 gab es bisher ein 0:3 gegen Emlichheim und zuletzt einen hoffnungsvollen 3:2-Sieg in Schwerin.
Das Hinspiel in Osnabrück gewann das Team von Trainer Björn Matthes mit 3:1 (28:26, 22:25, 25:18, 25:11, bei dem Zuspielerin Rike Machner (2 x MVP) sowie die enorm athletischen Außenangreiferinnen Henriette Kranz (3 x MVP) und Edda Schulz die spielentscheidenden Akteurinnen waren.


