MIT TEAMGEIST IN DEN DOPPELSPIELTAG

VCO-Damen i treffen in der Schlosswallhalle auf VCO Münster und RC Sorpesee

OSNABRÜCK. Zweimal Zweitliga-Volleyball an einem Wochenende – für die Fans des VC Osnabrück (12. Platz) wartet am Samstag und Sonntag (29./30. November) die volle Ladung Volleyball. Die Schlosswallhalle ist hergerichtet, das Orga-Team hat wie immer vieles vorbereitet, um die Partien der VCO-Damen gegen den Tabellenneunten VCO Münster (Samstag, 19.30 Uhr) und Siebten RC Sorpesee (Sonntag, 16 Uhr) im schönen Rahmen über die Bühne gehen zu lassen. Sportlich gesehen sollen beim Gastgeber mit Teamgeist reichlich Punkte verbleiben. Vom Drumherum her will der Zweitligaaufsteiger seine Zuschauer und Sponsoren begeistern, die wie Oberbürgermeisterin Katharina Pötter zunächst am Samstag im VIP-Bereich erwartet werden. Ab 14 Uhr absolviert zudem die 1. Herren vorab zwei Heimspiele in der Oberliga. Der Sonntag steht schließlich unter dem MottoFamiliennachmittag, unter anderem mit Kaffee und Kuchen.

Foto: Martin König

KRAUS: „WIR GEHEN HOFFNUNGSVOLL IN BEIDE PARTIEN“

Das schwere Auswärtsspiel in Hildesheim ist abgehakt, alle wichtigen Vorbereitungen für den Doppelspieltag getätigt. Um die Belastungen von zwei Spielen in 20 Stunden bewerkstelligen zu können, wurden Eistonnen besorgt und Physiotherapeuten angeworben, die nach der ersten Partie gegen Münster die Muskeln durchkneten werden. Dazu bietet der große VCO-Kader für beide Spiele eine gute Option und dürfte von den Coaches gewinnbringend eingesetzt werden.

Im VCO-Lager herrscht Optimismus auch das letzte 0:3 in Hildesheim war eine ansprechende Partie. Davor gab es zwei Siege in Bonn und gegen Cottbus, die Form passt. „Ich finde, dass unser Aufwärtstrend anhält, wir haben nach den beiden Siegen auch in Hildesheim viele Phasen richtig gut mitgehalten. Deshalb gehen wir hoffnungsvoll in die nächsten beiden Heimspiele“, ist VCO Coach Gunnar Kraus guten Mutes. „Wir wollen natürlich möglichst viele Punkte mitnehmen, am besten das Maximum. Das würde uns natürlich enorm nach vorne bringen. Aber schauen wir mal, wir wollen die Leistungen der letzten drei Spiele gerne wieder aufs Parkett bringen.“

Wie sich zwei Partien an zwei Tagen anfühlen, das kennen die VCO-Damen aus den Trainingswochen mit Einheiten mittwochs und donnerstags. Deshalbmachen sich die Trainer Kraus und Quistorff keine Gedanken darüber, dass eine Doppelbelastung ein Problem darstellen könnte. Ferner wurden Maßnahmen zur Regeneration getroffen. Und die Zuschauer sollen mit ihrer Unterstützung den Restleisten. Schub VCO, kann man da nur sagen!

Was die Gegner betrifft, ist sich das VCO-Team im Klaren, dass es wieder zwei schwere Spiele werden, wie immer in der 2. Liga. Trotzdem scheinen Chancen für Siege gegeben. „Wir wollen zwei gute Spiele liefern und dann gucken wir, was so geht.“, sieht Kraus die Leistung des Teams an erster Stelle. „Wir dürfen uns halt nicht selber im Wege stehen, aber daran arbeiten wir. Und wir werden immer besser, wie man in den letzten Wochen gesehen hat. Wir sind in einem Prozess als Aufsteiger und gucken von Spiel zu Spiel – also erst Samstag Münster, dann Sonntag Sorpesee.“

MÜNSTER UND SORPESEE TEAMS AUF AUGENHÖHE

Die Tabelle der 2. Liga Nord gibt nach dem ersten Saisonviertel bereits einige Rückschlüsse. Mit dem VCO Münster (9.) und dem RC Sorpesee (7.) gastieren zwei Mannschaften mit gegenwärtig ähnlicher Bilanz aus der unteren Tabellenhälfte.

Beim VCO Münster muss geschaut werden, wer am Spieltag im Kader des Olympiastützpunktes steht, da einige Talente mit Doppelspielrecht Kontakt zu Erstligavereinen haben. Zuletzt in Hildesheim war das Team beispielsweise mit nur acht Spielerinnen ziemlich ausgedünnt. Von der Bilanz her stehen drei Siege gegen Potsdam, Cloppenburg und Cottbus zu Buche, dazu vier Niederlagen gegen USC Münster, Hildesheim, Bonn und Düsseldorf. Eine der auffälligsten Spielerinnen ist Mittelblockerin Franziska Heil (Nr. 3, 1,90 m), die als ehemalige Bersenbrückerin in der Jugend in einer Spielgemeinschaft mit dem VCO zum Einsatz kam. Zu achten sein wird außerdem auf die extrem großgewachsene Diagonalangreiferin Carlotta Grun (Nr. 1, 2,04 m) sowie Außenangreiferin Lena Schultze (Nr. 15, 1,85 m), die bereits zweimal MVP Gold wurde. Auf der Bank könnte mit Co-Trainer Tobias Mootz ein ehemaliger Osnabrücker Platz nehmen.

Der RC Sorpesee ist derweil für die VCO-Damen ein völlig unbekanntes Team, gab es doch bislang noch keine wirklichen Berührungspunkte mit dem Verein aus Sundern aus dem westlichen Sauerland. Wie der VCO Münster kann man den RSC aber als Zweitligadurchschnitt betrachten bei aktuell Platz sieben. Drei Siege gegen Schwerin II, VCO Münster und Cloppenburg sowie Niederlagen gegen Münster II, Emlichheim, Bonn und Düsseldorf stehen auf der Habenseite. Die Gruppe von Trainer Martin Barthel zeigte am vergangenen Wochenende seine Kampfkraft bei einem 0:2-Rückstand im siegreichen „Fünfsatz-Thriller“ gegen den Schweriner SC II. Zu den Stützen zählen Antonia Brenscheidt (Nr. 16, Diagonal), Lena Barthel (Nr. 5, Zuspiel) und Pauline Emig (Nr. 8, Mittelblock).