VCO-Damen verschaffen sich mit 3:1-Sieg beim TV Cloppenburg schöne Ostertage
CLOPPENBURG. Für die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück kann Ostern kommen. Der Aufsteiger gewann das Niedersachsenderby beim Nachbarn TV Cloppenburg am Samstagabend verdient mit 3:1 (25:20, 25:22, 18:25, 25:21) und konnte damit den anvisierten Platz acht vor der Konkurrenz aus Ostbevern und Schwerin verteidigen. Die MVP-Medaille als wertvollste Spielerin, diesmal in Gold, sicherte sich bereits zum zehnten Mal VCO-Kapitänin Lisanne Masselink aufgrund vieler und wichtiger Gewinnerpunkte. Die Tabellenkonstellation macht noch vieles möglich, somit bleibt es rund um den VCO spannend. Weiter geht es in zwei Wochen mit einem Heimspiel gegen SCU Emlichheim.

LAMMERS: „SCHÖN, DASS WIR DAS SPIEL ALS TEAM GEWONNEN HABEN“
Der Druck auf Seiten des VC Osnabrück war schon ein wenig gegeben, einen Auswärtssieg im Derby beim Tabellenelften als Favorit einfahren zu wollen. Dementsprechend zufrieden zeigte sich VCO-Coach Gunnar Kraus nach einer kampfbetonten Partie ohne die ganz großen Highlights. Sein VCO-Team hatte sich den Sieg im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet.
„Ich bin erstmal erleichtert und stolz. Der Derbysieg ist schön – gerade nach dem Hinspiel und dem sehr engen 3:2-Tiebreaksieg. Es war eine Teamleistung, ein schönes Spiel war es aber nicht“, fasste Kraus seine Eindrücke zusammen. „Cloppenburg ist halt auch unangenehm zu spielen. Die hauen drauf wie auf kaltes Eisen. Die Aufschläge sind, wenn sie denn dann kommen, sehr gut. Wir haben jedoch Glück gehabt, dass sie einige in einigen Phasen verschlagen haben“, so der VCO-Coach weiter. „Unser Selbstbewusstsein ist schon ziemlich angeknackst gewesen nach den drei Niederlagen und dem Wie beim 0:3 gegen Bonn. Deshalb ist es echt sehr schön, gewonnen zu haben. Das war auch punktemäßig deutlich, wenn es sich für die Mädels vielleicht auch nicht so angefühlt hat. Das Ziel bleibt weiter, Achter zu bleiben.“
VCO-Mittelblockerin Lisa Lammers atmete ebenfalls nach dem Sieg bei ihrem Ex-Club durch. „Ich bin mit viel Nervosität ins Spiel reingegangen: a) weil es mein altes Team ist und b) weil es hier letztes Jahr für mich mit einer Wadenverletzung auch nicht so gut ausgegangen ist und wir verloren haben. Deshalb war es Kopfsache und deshalb bin ich sehr froh, dass wir den Sieg nach Hause gebracht haben“, meinte Lammers. „Es war wichtig, dass wir uns heute mal wieder zusammengerissen haben und sich jeder gesammelt und auf sich konzentriert hat. Schön, dass wir das Spiel als Team gewonnen haben.“
STARKE REAKTION IM VIERTEN SATZ
Die VCO-Damen kamen schwer in die Partie, die Gastgeberinnen gaben zunächst mit druckvollen Aufschlägen und guter Körpersprache den Ton an. Beim VCO-Team hatten die letzten Niederlagen in den ersten zehn Minuten sichtbar Wirkung gezeigt, dennoch kämpfte sich Osnabrück nach einer Cloppenburger 10:4-Führung im ersten Satz von Minute zu Minute mit solider Arbeit in den Abend. Die erfahrenen Lisa Lammers, Maya Sendner und Lisanne Masselink gingen mit gutem Beispiel voran, Beim 11:11 war der Durchgang ausgeglichen, beim 17:17 immer noch, ehe Lammers, Masselink und Merit Dresing einen entscheidenden 22:17-Vorsprung herausspielten – Endstand Satz eins 25:20 für den VCO.
Den Schwung nahmen die Gäste zunächst mit und führten früh mit 9:4, worauf Cloppenburg mit Moral bis zum 17:17 aber antwortete. Doch der VCO ließ sich davon nicht stoppen und sicherte sich den zweiten Satz dank kurzer Steigerung mit 25:22.
Trotz des 0-2-Satzrückstandes und einer Verletzung ihrer auffälligen Außenangreiferin Ilona Dacevic waren die Gastgeberinnen noch nicht geschlagen und mobilisierten im Derby die letzten Reserven, indem sie den Aufschlagdruck plötzlich deutlich steigerten. Nun bekam der VC Osnabrück Annahmeprobleme. Der TVC war im Flow und holte sich über 11:6, 16:8 und 22:14 den dritten Satz mit 25:18.
Es lag nun wirklich Spannung in der Luft, ob es noch einen kompletten Umschwung im Derby geben würde. Der kam aber nicht, weil Osnabrück jetzt wieder mit Körpersprache seinen Siegeswillen untermauerte und über starke Aufschläge von Maya Sendner, Lea Koopmann und Lisanne Masselink den zweiten Richtungswechsel der Partie vorgab. Ein 9:4 war ein beruhigendes Polster, was Cloppenburg nicht mehr aufholen konnte. Der VCO spielte die Partie schließlich mit Kampfkraft und Teamgeist zum 25:21 und einen 3:1-Sieg nach Hause.
NÄCHSTES SPIEL GEGEN EMLICHHEIM
Zwei Spiele sind noch zu absolvieren. Nach dem spielfreien Osterwochenende empfangen die VCO-Damen am Samstag, 11. April im letzten Saisonheimspiel in der Schlosswallhalle den bereits feststehenden Aufsteiger SCU Emlichheim. Spielbeginn ist wie gewohnt um 19.30 Uhr.


