IM RHYTHMUS NACH RHYTHMUSUNTERBRECHUNG?

VCO-Damen reisen Samstag zum Tabellennachbarn RC Sorpesee

OSNABRÜCK. Hinter den Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück liegt ein spielfreies Wochenende. Da stellen sich zweiFragen: Wie hat das Team der beiden Coaches Gunnar Kraus und Philippe Quistorff das genutzt oder verkraftet? Und sind die VCO-Damen am Samstag (7.3., 18.30 Uhr, Halle Schulzentrum Sundern, Berliner Str. 45) im Auswärtsspiel beim RC Sorpesee gleich wieder im Rhythmus oder nicht? Das Duell des fünftletzten Spieltags (20.) ist das zwischen dem Tabellensiebten Sorpesee (28 Punkte) und dem Achten Osnabrück (26). Für beide Mannschaften geht es um einen guten Platz im Tabellenmittelfeld. Die Abstiegsplätze sollten hüben wie drüben kein Thema mehr sein. 

Foto: Martin König

KRAUS: „DAS KANN WOHL EIN HEISSES SPIEL WERDEN

Nach dem Punktgewinn durch das 2:3 gegen Hildesheim vor zwei Wochen herrschte gute Laune im Lager des VC Osnabrück. Die Vorbereitungen und das Basteln am neuen Kader für die kommende zweite Zweitligasaison laufen hinter den Kulissen bereits auf Hochtouren. Bleibt abzuwarten, wie sich das auf die Leistungsfähigkeit der aktuellen Mannschaft auswirkt. 

VCO-Coach Gunnar Kraus freut sich bei elf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge jedenfalls, dass der ganz große Druck frühzeitig nicht mehr da ist. „Ich glaube, dass Sorpesee wie wir zuhause besser ist als auswärts. Die können genauso ohne Druck spielen wie wir. Deshalb können beide entspannt alles raushauen und es kann wohl ein heißes Spiel werden“, so die Erwartungshaltung des VCO-Coaches. 

Im Hinblick auf die neue Saison waren in der vergangenen Woche einige Probespielerinnen im Training, der Fokus schien ein wenig verloren gegangen. Das hat sich laut Trainer, auch auf Ansage der ein oder anderen Spielerin, aber wieder gegeben. Kraus sieht seine Mannschaft wieder spielbereit. „Weil man den Rhythmus verliert, lässt das etwas den Fokus verlieren. Diese Woche ist aber wieder ein bisschen mehr Zug drin“, hat Kraus beobachtet. „Sorpesee hat sicher einen krassen Lauf, die haben zuletzt nur gegen die Drei oben verloren. Ansonsten läuft es bei denen, bei uns aber auch. Wir sind gerade auch nicht so schlecht, wie die beiden gewonnenen Sätze gegen Hildesheim gezeigt haben. Die waren richtig gut, so können wir auch gegen Sorpesee was holen, wenn wir unseren Rhythmus finden. Das ist unser Ziel, was mitzunehmen.“

RC SORPESEE MIT STARKER RÜCKRUNDE

Die 2. Liga Nord in dieser Saison wird geprägt von drei Spitzenteams, dahinter tummeln sich etliche Clubs auf Augenhöhe. Dazu zählt auch der Tabellensiebte RC Sorpesee, der sich in der Rückrunde wie der SC Potsdam und der VC Osnabrück auf dem Vormarsch befindet. Die Leistungskurve der Sauerländerinnen zeigte in den letzten Wochen deutlich nach oben. Das untermauerte das Team von Trainer Martin Barthel am vergangenen Wochenende einmal mehr beim SCU Emlichheim, wo Sorpesee dem Meisterschaftsanwärter bei einer 1:3 (25:21, 16:25, 21:25, 14:25)-Niederlage zumindest den ersten Satz abnehmen konnte und darüber hinaus über weite Strecken insgesamt sehr gut mitspielte. In den letzten zehn Spielen stehen acht Siege zu Buche – ein bärenstarke Bilanz, die Eindruck erweckt.

Bei der 1:3-Hinspielniederlage in Osnabrück offenbarte der RCS noch einige Schwächen, die die VCO-Damen ausnutzen konnten. Aber da war bereits das variable, schnelle Spiel zu erkennen. Zudem haben sich die Sauerländerinnen in der Abwehr deutlich gesteigert. Gegen diesen Gegner müssen die Gäste aus Niedersachsen somit jeden Punkt hart erarbeiten. Leistungsträgerinnen sind die dynamische Außenangreiferin Bonnie Bastert (Nr. 4, 4 x MVP). Diagonalangreiferin Antonia Brenscheidt (Nr. 16, 5 x MVP) und Mittelblockerin Pauline Emig (Nr. 8, 3 x MVP). Sorpesee ist sehr schwer auszurechnen, somit ist großer Aufschlagdruck von Seiten des VCO als Gegenmittel alternativlos. Ferner gilt es, sich nicht von der stimmungsvollen Heimkulisse an einem Samstagabend unterkriegen zu lassen.