VCO-Damen I: Kapitänin Lisanne Masselink im Interview vor dem Heimspiel gegen SV Energie Cottbus
OSNABRÜCK. Die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben am letzten Wochenende in Bonn ihren ersten Saisonsieg eingefahren und wollen am Samstag (15.11., 19.30 Uhr, Schlosswallhalle) im Heimspiel gegen SV Energie Cottbus einen zweiten nachlegen. Eine, die seit zwei Jahren vorangeht, ist Kapitänin Lisanne Masselink, die 2023 aus Emlichheim in die Hasestadt wechselte. Die Diagonalangreiferin gibt im Interview Einblicke, wie sie den Saisonstart bewertet und was am Wochenende gegen Cottbus wichtig sein wird.

HALLO LISANNE, GRATULATION ZUM ERSTEN SIEG IN DER 2. LIGA. DA MUSS MAN DOCH SCHWEBE, ODER? WIE FÄHRT MAN DANN NACH HAUSE?
Das war natürlich ein richtig gutes Gefühl, alle waren total erleichtert. Aber wir waren auch richtig, richtig fertig, auch mit den Nerven. Wir konnten leider nicht so wirklich feiern, weil es ein Sonntag war, sonst wären wir bestimmt noch losgegangen. Aber das wollen wir jetzt am Samstag nach dem nächsten Sieg nachholen. In Bonn war es Erleichterung pur.
DU HAST ES ANGESPROCHEN, SO EIN SIEG AUSWÄRTS KANN NUR DER ANSPORN SEIN, IM HEIMSPIEL AUCH NOCHMAL ZU GEWINNEN.
Ja, auf jeden Fall. Es war ganz gut, dass wir in Bonn jetzt schon gewonnen haben, weil wir nun vor Cottbus wissen, dass wir in der 2. Liga Spiele gewinnen können. Bonn war ja nicht schlecht und damit hat vorher keiner so wirklich gerechnet. Das war glaube ich auch ein Schlüssel, dass wir befreit aufgespielt haben.
WENN DU DIE ERSTEN FÜNF SPIELE REVUE PASSIEREN LÄSST, IST DIE BILANZ VON EINEM SIEG UND VIER NIEDERLAGEN DAS, WAS MAN VON EINEM AUFSTEIGER WIE IHR ERWARTEN KONNTE? IHR WART FÜNFTER LETZTES JAHR IN DER 3. LIGA UND HABT BISHER NIE VOLLENDS ENTTÄUSCHT, HABT BIS AUF EINMAL IMMER EINEN SATZ GEWONNEN.
Ich glaube, es ist bislang so gekommen, wir wir es vermutet haben. In der letzten Saison ist es ähnlich gewesen, als wir von der Regionalliga in die 3. Liga aufgestiegen waren. Irgendwann ist der Umschwung gekommen, als wir uns an die Liga gewöhnt hatten. Aber natürlich hätten wir in diesem Jahr schon eher Punkte mitgenommen. Dennoch muss man bedenken, dass wir gegen Teams wie Schwerin und Münster II gestartet sind, wo wir gut dagegengehalten haben. Klar, Ostbevern hätten wir mindestens einen Punkt oder einen Sieg mitnehmen wollen, hat aber nun mal nicht geklappt.
JETZT KOMMT DAS HEIMSPIEL GEGEN ENERGIE COTTBUS. WAS ERWARTET IHR VOM GEGNER? DIE SITUATION KENNT IHR VON LETZTER WOCHE SELBER.
Cottbus bekommt jetzt ein wenig Druck, denke ich, wie wir es ähnlich auch hatten. Die wollen und müssen allmählich punkten, deshalb sollte es ein spannendes Spiel werden. Wir freuen uns wieder auf unsere tolle Heimspielatmosphäre.
WIE SOLLTET IHR DIE SACHE ANGEHEN, WIE MÜSST IHR AUFTRETEN IN SO EINEM SPIEL?
Von letzter Woche nehmen wir mit, dass wir Selbstvertrauen haben können, wir wissen, dass wir gewinnen können. Überhaupt wissen wir wieder, dass wir Volleyball spielen können, wie man gesehen hat. Dieser Glaube war ein wenig verloren gegangen. Wir sind uns unserer Stärken wieder bewusst und können sie einsetzen. Deshalb sollte es ein geiles Spiel werden am Samstag.
SCHLUSSFRAGE: DIE HEIMSPIELE SIND ZU EINEM TOLLEN EVENT GEWORDEN, DAS WIRST DU ÄHNLICH SEHEN. WIE IST DAS GEFÜHL, WENN DU ALS KAPITÄNIN ALS ERSTES EINLÄUFST?
Das ist immer eine so tolle Atmosphäre, jeder von uns freut sich riesig auf die Heimspiele. Das ist immer ein so schönes Gefühl, wenn die Lichter erst ausgehen und die Spots und bunten Lichter angehen, wenn Dennis die Stimmung anheizt. Das ist großartig für uns, sowas habe ich vorher noch nicht erlebt.


