Doppelspieltag: VCO-Damen nach 0:3 gegen USC Münster II gegen VCO Münster
OSNABRÜCK. Das ging schnell – die Zweitliga-Volleyballerinnen des VC Osnabrück haben Teil eins des Doppelspieltages am Samstagnachmittag verloren. Der Aufsteiger unterlag in der „Bundesliga-Halle“ Berg Fidel USC Münster II glatt mit 0:3 (19:25, 22:25, 18:25)-Sätzen und konnte dem Titelkandidaten nur wenig entgegensetzen. In kurzen Phasen wäre mehr drin gewesen, am Ende war die Niederlage aufgrund der souveränen Spielweise der Gastgeberinnen jedoch hochverdient. MVP-Silber wurde VCO-Zuspielerin Maya Sendner.

QUISTORFF: „DAS IST EINE LOGISCHE NIEDERLAGE“
Nach nur 69 Spielminuten war die Partie des 14. Spieltages bereits beendet, für VCO-Trainer Philippe Quistorff kam das deutliche Ergebnis wenig überraschend. „Das ist auf dem Papier eine logische Niederlage, deshalb ist die Enttäuschung nicht groß. Münster hat gezeigt, warum die oben in der Tabelle stehen. Die spielen sauber und du bekommst viel Druck. Wir sind überall an unsere Grenzen gekommen“, so die Analyse. „Etwas ärgere ich mich, dass wir mehr können als wir heute gezeigt haben. Uns fehlt noch die Erfahrung, dass man gegen gute Mannschaften auch gut spielen kann.“
Für das Spiel gegen VCO Münster am heutigen Sonntag mochte Quistorff aus dem Ergebnis und dem Spiel keine Hypothek erkennen. „Das Spiel heute hat keine Bedeutung, das sind zwei ganz unterschiedliche Gegner. Sicher wäre es für die Stimmung etwas besser gewesen, wenn wir heute etwas besser ausgesehen hätten, aber mehr auch nicht. Das war ein Spiel für den Fun, das müssen wir abhaken. Jetzt sollten wir gegen VCO Münster aber punkten und gewinnen.“
USC MÜNSTER II EINE KLASSE BESSER
Nach der Leistungssteigerung verbunden mit einer guten Bilanz in den letzten Wochen, hatten sich die Osnabrückerinnen beim absoluten Topteam (vorher 12 Siege, 1 Niederlage) den ein oder anderen Satz zum Ziel gesetzt, es kam allerdings anders. Münster hatte auch ohne die Spitzenspielerin Rebecca Schäperklaus das eindeutig bessere Gesamtpaket zu bieten – mit druckvollen Aufschlägen, einer enorm sicheren Annahme sowie vielen überraschenden Variationen im Angriff. Dazu waren die beiden Angreiferinnen Anna Siebert (Außen) und Linkshänderin Carolin Beining (Diagonal) in Verbindung mit der Zuspielerin Carla Fuchs (MVP Gold) kaum wegzublocken.
Die VCO-Damen waren trotzdem mutig in die Partie gestartet und hatten sich mit einer gut beginnenden Lisa Lammers und einer Kapitänin Lisanne Masselink eine 8:7-Führung erspielt. Danach fanden die Münsteranerinnen aber mit viel Routine und einer starken Grundtechnik ihr variables Spiel und hebelten die Osnabrücker Abwehr mehr und mehr aus. Über 15:10 und 21:15 ging der Satz Richtung Gastgeberinnen, die den ersten Durchgang schließlich mit 25:19 gewannen.
Im zweiten Satz hielt Osnabrück erst einmal nochmehr dagegen und lag mit 10:6 vorne, verpasste es dann aber, sich noch weiter abzusetzen. Münster wechselte in der Satzmitte seine dynamischeAußenangreiferin Siebert zurück, Osnabrück unterliefen zwei, drei leichte Fehler. USC IIübernahm so wieder das Zepter, die VCO-Damenhielten jedoch nach Kräften weiter dagegen und lagen mit 18:17 und 21:20 immer noch vorne. Jolina Tönsing über die Mitte und Lotta Lorenz auf Außen punkteten mehrfach. Doch dann spielte das USC-Team seine ganze Routine mit starken Aufschlägen aus und sicherte sich auch den zweiten Satz mit 25:22.
Die Luft war jetzt bei Osnabrück sichtbar raus. Nach einem schnellen 3:10-Rückstand wehrten sich die Gäste zwar nochmal und kamen bis auf 11:13 heran, danach zog Münster aber das Tempo abermals an und gewann auch Satz drei ohne Probleme mit 25:18.


