„JEDES SPIEL IST NOCH SEHR WICHTIG“ 

VCO-Damen I: VCO-Youngster Lotta Lorenz im Interview vor dem Heimspiel gegen das Team 48 Hildesheim

OSNABRÜCK. Sie gehört zu den absoluten Gewinnern der Saison – mit erst 18 Jahren kommt Lotta Lorenz in ihrer zweiten Saison bei den VCO-Damen immer mehr auf Spielzeit auf der Außenposition und ist wichtiger Bestandteil der Osnabrücker Zweitliga-Volleyballerinnen geworden. Das möchte Lorenz wieder am Samstag (21.2.) im Heimspiel gegen das Team 48 Hildesheim (19.30 Uhr, Schlosswallhalle) unter Beweis stellen. Wie der Youngster die Spielzeit in der 2. Liga sieht, wie die derzeitige Form der VCO-Damen ist und wie sie den Gegner Hildesheim einschätzt, darüber gibt das folgende  Spieltags-Interview Auskunft.

Foto: Martin König

HALLO LOTTA, IHR WART LETZTES WOCHENENDE IN COTTBUS, DAS WAR EIN MEGA ANSTRENGENDER TRIP. WIE HABT IHR DAS VERKRAFTET? SO EINE WEITE AUSWÄRTSFAHRT IST JA BESTIMMT NICHT VON PAPPE.

Eigentlich ganz gut, trotzdem war es anstrengend. Das ist ein extrem großer Aufwand, deshalb freut man sich natürlich umso mehr, wenn man das Spiel gewinnt. Dann hat sich die Fahrt auf jeden Fall gelohnt.

MAN HATTE DENNOCH DAS GEFÜHL, GANZ SO ZUFRIEDEN SEID IHR MIT DEM SPIEL DENNOCH NICHT GEWESEN, OBWOHL IHR GEWONNEN HABT. RICHTIG?

Stimmt, das was wir uns vorgenommen haben, haben wir nicht so umsetzen können. Unsere Leistung ist trotz des 3:1-Sieges nicht so konstant gewesen. Es war insgesamt ein knapperes Spiel als viele und auch wir vorher gedacht haben. Wir haben recht viele Fehler gemacht, deshalb haben wir auch einen Satz abgegeben. 

TROTZDEM IST EURE ENTWICKLUNG POSITIV – IHR HABT IN DER RÜCKRUNDE VIER SPIELE GEWONNEN UND NUR ZWEI VERLOREN. IN DER HINRUNDE WAR DIE BILANZ GEGEN DIESELBEN GEGNER ANDERSRUM. DAS ZEIGT EINEN FORTSCHRITT. WOBEI HABT IHR EUCH BESONDERS ENTWICKELT?

Wir sind generell konstanter im Spiel geworden, was vor allem auch unsere Angriffsquote betrifft. Wir gewinnen außerdem öfter längere Ballwechsel, was für das Abwehrverhalten spricht. Das ist aber normal, dass man sich während einer Saison weiterentwickelt, finde ich.

DU BIST NOCH JUNG, SPIELST TROTZDEM SCHON 2. LIGA UND BEKOMMST JETZT VON DEN COACHES MEHR UND MEHR EINSATZZEITEN. MERKST DU, DASS BEI DIR DAS SELBSTBEWUSSTSEIN STEIGT?

Klar; je mehr Spielzeit man hat, hat man auch mehr Vertrauen in sich und sein Können. Das Feedback von allen ist mittlerweile auch so, dass ich das Gefühl hab, dass auf einen gesetzt wird. Dennoch denke ich, die 2. Liga ist für alle immer noch neu. Bei mir ist es auf jeden Fall noch nicht so, dass ich von jetzt auf gleich in der 2. Liga angekommen bin. Es ist auf jeden Fall nach wie vor was Besonderes.

IHR STEHT AUF PLATZ SIEBEN MITTEN IN DER TABELLE. WO GUCKT IHR DENN SECHS SPIELTAGE VOR ENDE MEHR HIN, NACH OBEN AUF PLATZ FÜNF ODER NACH UNTEN AUF DEN ERSTEN ABSTIEGSPLATZ?

Das ist das Ding, es ist alles sehr, sehr eng in der Tabelle. Deswegen ist jetzt auch jedes Spiel noch sehr wichtig. Wir müssen trotzdem unser Ding durchziehen, damit wir den Klassenerhalt sicher schaffen.

JETZT KOMMT DER TABELLENDRRITTE HILDESHEIM, IM HINSPIEL WAREN DAS GANZ SCHÖNE AUFSCHLAG-MASCHINEN. AUF WAS MÜSST IHR EUCH VORBEREITEN?

Die Annahme wird sehr wichtig sein. Das ist ein Spiel, wo viel bei uns laufen muss, damit wir gewinnen können. Wir müssen selber Druck machen, damit überhaupt was möglich ist. Wir werden dennoch Chancen bekommen, aber man weiß vorher nicht, ob wir sie auch nützen können. 

WAS SPRICHT FÜR EUCH? 

Auf jeden Fall, dass wir ein Heimspiel haben. Man sieht, dass wir echt heimstark sind, unsere Fans haben da bestimmt auch einen Anteil dran. Zusammen kann man knappere Spiele auch gewinnen. Ob es einen nächsten Sieg am Samstag gibt? Dass werden wir sehen (lacht).